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Bald wird's ernst am Eisenrichter Berg

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Die talseitige Fahrspur am Eisenrichter Berg ist bereits abgetragen. Am 24. September beginnt der Stützmauerbau. Dann wird es hier tagsüber eine Einbahnregelung in Richtung Berchtesgaden geben. (Foto: Klein)
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Den Bau des Kreisverkehrs an der Umgehungsbrücke hat das Staatliche Bauamt Traunstein auf Frühjahr 2019 verschoben. (Foto: Kastner)

Bischofswiesen – Insbesondere Pendlern, die zur Arbeit über den Hallthurm in Richtung Norden müssen, steht ab 24. September eine dreimonatige harte Prüfung bevor. An Werktagen wird es von 6.30 bis 18 Uhr wegen der aufwändigen Straßensanierung eine Einbahnregelung geben, der Verkehr rollt dann tagsüber nur in Richtung Berchtesgaden. Wer in Richtung Bad Reichenhall will, der muss über das Wachterl ausweichen.


Der Hangrutsch vom 27. Juni, seit dem die Bundesstraße 20 in diesem Bereich nur noch einspurig befahrbar ist, hat die schon lange geplante Sanierung der maroden Straße beschleunigt. Von dem insgesamt 500 Meter langen Abschnitt, der grundsätzlich einer Erneuerung bedarf, hat das Staatliche Bauamt Traunstein jetzt eine Teilstrecke in Angriff genommen.

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Seit 30. Juli hat man die talseitige Fahrbahn von Süden in Richtung Norden nach und nach abgegraben. Im Rahmen von Spezialtiefbauarbeiten wurde sämtliches nicht mehr benötigtes Material abgetragen. Gleichzeitig erfuhr die verbliebene Fahrbahn mit dem Einsatz von Spritzbeton und Bohrankern eine Stabilisierung. Der Verkehr konnte während der Bauarbeiten mittels Ampelregelung noch in beide Richtung relativ gut fließen, die Wartezeiten hielten sich in Grenzen.

Das wird sich ab dem 24. September aber drastisch ändern. Dann beginnt man von Nord nach Süd mit der Errichtung von Sohle und Stützmauer, die die talseitige Fahrbahn künftig zuverlässig tragen soll. Weil nach den Worten von Baudirektor Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein »die Leistungsfähigkeit der verbleibenden Fahrspur erheblich eingeschränkt sein wird«, wird es während der Arbeitszeiten (montags bis freitags von 6.30 bis 18 Uhr) nur noch eine Einbahnregelung in Richtung Berchtesgaden geben. Wer in diesem Zeitraum in Richtung Bayerisch Gmain fahren will, der muss über das Wachterl ausweichen. Zwischen 18 und 6.30 Uhr ist weiterhin die halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung vorgesehen, ebenso am Wochenende. Ab kommender Woche sollen die Verkehrsteilnehmer mit den sogenannten digitalen Anhängern des Staatlichen Bauamts am Kreisverkehr Stangenwald und an der Abzweigung Loipler Brücke auf die neue Regelung hingewiesen werden.

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Den Bau des Kreisverkehrs an der Umgehungsbrücke hat das Staatliche Bauamt Traunstein auf Frühjahr 2019 verschoben. (Foto: Kastner)

Unbeeinträchtigt von den Straßenbauarbeiten wird weiterhin der Bahnverkehr zwischen Berchtesgaden und Bad Reichenhall sein. Eine Ausnahmegenehmigung wird es außerdem für die 15 Buslinien des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) geben. »Ansonsten werden wir keine Ausnahmegenehmigungen erteilen«, betont Martin Bambach. Entsprechende Anfragen habe es nämlich zahlreich gegeben.

Ohnehin wird es in Richtung Bayerisch Gmain immer wieder zu Stauungen kommen, denn bis zu 15-minütige Vollsperrungen sind zu erwarten. »Wenn ein Lkw Schalungsteile anliefert oder ein Betonmischer und eine Betonpumpe im Einsatz sind, dann kommen wir um eine kurzzeitige Vollsperrung nicht herum«, sagt Bambach. Der geht aber davon aus, dass sich der dadurch entstehende Rückstau schnell wieder auflösen wird. Bis Weihnachten muss die zweite Fahrspur wieder intakt sein. Denn Martin Bambach weiß, dass »ein Winterdienst hier nicht funktionieren würde«.

Immerhin werden die Verkehrsteilnehmer von einer weiteren Baustelle im südlichen Teil der Gemeinde Bischofswiesen heuer verschont bleiben. Die ursprünglich noch für diesen Herbst geplante Neugestaltung des Kreisverkehrs Umgehungsbrücke hat man auf Frühjahr 2019 verschoben. Hier fehlen noch verschiedene Genehmigungen. Außerdem wollte man, nach den Erfahrungen bei der Baustelle Ortsdurchfahrt, die Geduld der Bürger nicht überstrapazieren. Ulli Kastner

 

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