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«Bale war Bolt» - Real geht gestärkt ins Bayern-Spiel

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Supersprinter
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Gareth Bale entscheidet das Spiel kurz vor dem Abpfiff nach einem 60 Meter-Sprint und hat noch genug Atem zum Jubeln. Foto: Alberto Estevez Foto: dpa
Fahnenspiel
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Mit Real-Schals und Spanien-Fahne werden die Pokalfotos inszeniert. Foto: EPA Foto: dpa
Hochgelebt
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Die Spieler feiern ihren Trainer Carlo Ancelotti. Foto: Juan Carlos Cardenas Foto: dpa
Geschont
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Cristiano Ronaldo sah das Spiel auf der Tribüne, bei der Siegerehrung mischte er sich wieder unter das Team. Foto: EPA Foto: dpa
Ratlos
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Xavi Hernandez und Lionel Messi wirken nach der Niederlage ratlos. Fotos: Juan Carlos Cardenas Foto: Juan Carlos Cardenas Foto: dpa
Trost
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Immerhin bekommt der glücklose Messi von Real-Kapitän Iker Casillas Trost gespendet. Foto: Alberto Estevez Foto: dpa
Fair
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Reals Alvaro Morata tätschelt einen niedergeschlagenen Neymar Jr. Foto: Juan Carlos Cardenas Foto: dpa
Torero
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Sergio Ramos fasst das Finale mit der Geste des Toreros zusammen: Barça ist ins Leere gelaufen. Foto: Kai Foersterling Foto: dpa
Ankunft
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Mit dem Bus erreichen die Pokalsieger in der Nacht den Cibeles-Platz in Madrid. Foto: Alberto Martín Foto: dpa
Übergang
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Vom Bus geht es auf die Tribüne . Foto: Alberto Martín Foto: dpa
Präsentation
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Der Pokal ist in Madrid angekommen. Foto: Alberto Martin Foto: dpa
Gefeiert
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Tausende Fans begrüßen ihn dort mit Jubelgesängen. Foto: Alberto Martín Foto: dpa

Madrid (dpa) - Mit dem Gewinn des spanischen Fußballpokals geht Real Madrid gestärkt in die Halbfinalspiele der Champions League gegen Bayern München.


«Dieser Titel gibt uns mehr Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen», sagte Real-Trainer Carlo Ancelotti nach dem 2:1-Sieg der Madrilenen im Pokalfinale über den FC Barcelona. «Real musste etwas gewinnen, und mit dem Pokalsieg haben wir den Anfang gemacht.»

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Barça steht dagegen vor einem Scherbenhaufen. Das Team um den erneut enttäuschenden Lionel Messi verspielte binnen einer Woche praktisch drei Titel und wird in dieser Saison wahrscheinlich leer ausgehen. In der Champions League waren die Katalanen im Viertelfinale an Atlético Madrid gescheitert. In der Meisterschaft haben sie nur noch eine theoretische Chance. «Das war eine harte Woche - in jeder Hinsicht», beklagte Trainer Gerardo Martino, dessen Ablösung zum Saisonende immer wahrscheinlicher wird.

Der gefeierte Held des Clásico im Mestalla-Stadion von Valencia war Gareth Bale, der nach einem spektakulären Sprint in der 85. Minute für Real den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. In einem Wettlauf über 60 Meter nahm der Waliser dem Barça-Verteidiger Marc Bartra mehrere Meter ab, obwohl er in einem weiten Bogen um den Gegenspieler herumlaufen musste, und schoss den Ball durch die Beine von Keeper José Manuel Pinto ins Tor.

Der Real-Stürmer erinnerte mehrere Kommentatoren gar an den Sprintweltmeister Usain Bolt. «Bale war Bolt», titelte die Zeitung «El País». Das Sportblatt «Marca» benannte den 24-Jährigen um in «Gareth Bolt» und befand, dass der 100-Millionen-Euro-Mann sich als rentabler erwiesen habe als der Barça-Stürmer Neymar, dessen Ablöse mit allen Zusatzzahlungen kaum billiger gewesen sein dürfte.

Die Madrilenen waren auch ohne ihren verletzten Star Cristiano Ronaldo mit Kontern stets torgefährlich. Angel di María (11.) schoss Real in Führung, Bartra (68.) erzielte per Kopfball den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Königlichen dürfen an diesem Wochenende in der Primera División pausieren und können sich in Ruhe auf das Champions-League-Spiel gegen Bayern München vorbereiten. Dann hoffen sie auch, den Weltfußballer Ronaldo wieder einsetzen zu können. «Es geht mir viel besser, ich verspüre keine Schmerzen mehr», sagte der Portugiese. «Ich will möglichst bald wieder spielen.»

Für den noch amtierenden Meister FC Barcelona bedeutet die Niederlage im Pokalfinale das Ende einer glorreichen Ära. «Drei verlorene Spiele in einer Woche sind ein eindeutiges Indiz für den unaufhaltsamen Niedergang des Barça-Teams», meinte «El País». Das Konkurrenzblatt «El Mundo» ergänzte: «Barça lebt nur noch von der Vergangenheit.» Es hält der Vereinsführung vor, es versäumt zu haben, die vom heutigen FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola aufgebaute Erfolgself rechtzeitig zu erneuern.

Die Katalanen waren im Finale zumeist feldüberlegen, spielten aber kaum Torchancen heraus. Neymar scheiterte kurz vor dem Abpfiff am Pfosten des Real-Tors. Der brasilianische Stürmer fällt mit einer Prellung für vier Wochen wohl für die restlichen Spiele in der Primera Divison aus. Messi trat fast gar nicht in Erscheinung, aber niemand bei den Blau-Roten wollte Kritik an dem Argentinier üben. «Dies ist nicht die Zeit für Schuldzuweisungen», meinte Spielmacher Xavi.