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»Balkonstreit« aus Sicht der Gemeinde vom Tisch

Seeon-Seebruck. Der seit rund zwei Jahren andauernde »Balkonstreit« in Roitham ist aus Sicht der Gemeinde Seeon-Seebruck vom Tisch. Die Gemeinde hat den Prozess des »Balkonstreits« vor dem Verwaltungsgericht München gewonnen. Der Grundstücksbesitzer hat jetzt bis 15. Mai Zeit, entweder den Balkon zurück zu bauen oder die Straße zu verlegen. Das teilte Bürgermeister Konrad Glück bei der Aufstellungsversammlung der FWS Seeon mit.

Laut einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts München muss der zu weit in den Straßenraum hineinragende Balkon an diesem Haus in Roitham von den Grundstücksbesitzern zurückgebaut oder die Straße verlegt werden. (Archivfoto: Rasch)

Die Grundstücksbesitzer hatten das Haus am Almweg, in dem früher ein Dorf-Kramerladen war, energetisch saniert und in ein schmuckes Häuschen umgestaltet. Bei der Einreichung des Eingabeplanes wurde auch der Balkon, der, wie sich später herausstellte, zu weit in die Straße hineinragt, genehmigt.

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Bei einer Überprüfung des Landratsamtes Traunstein stellte sich jedoch heraus, dass der Balkon genehmigungspflichtig gewesen wäre, weil er in der Baugenehmigung »nicht Antragsgegenstand« gewesen sei. Ein von der Behörde vorgeschlagenes Durchfahrtsbeschränkungs-Schild hätte dem »Balkonstreit« ein Ende setzen können. Damit wäre aber nach Ansicht des Gemeinderats das Problem nicht gelöst: Alle höheren Fahrzeuge, wie Rettungs- und Räumfahrzeuge oder größere landwirtschaftliche Fahrzeuge, hätten die öffentliche Gemeindestraße nicht mehr passieren können.

Deshalb hatte der Bauausschuss den Vorschlag des Landratsamtes Traunstein, die Verkehrssicherheit durch Aufstellung eines Verkehrszeichens zur Durchfahrtsbeschränkung sicherzustellen, einstimmig abgelehnt. Die Grundstücksbesitzer, die im Vorfeld bereits mehrfach von der Gemeinde aufgefordert wurden, den Balkon zurückzubauen, wollten aber auf keinen Fall klein beigeben und so wurde der Fall nun vor Gericht entschieden. ga