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Bangen um Verschüttete: Wohnhaus durch Explosion zerstört

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Explodiertes Wohnhaus
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Einsatzkräfte räumen an einem zerstörten Haus Schutt beiseite. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

Eine gewaltige Explosion zerstört im Allgäu ein Wohnhaus. Überall liegen Trümmer, unter Hochdruck suchen Retter nach Verschütteten. Um die Mittagszeit können sie einen Erfolg vermelden. Doch das Bangen geht bis in die Nacht weiter.


Rettenbach am Auerberg (dpa) - Eine gewaltige Explosion hat im Landkreis Ostallgäu am Sonntagvormittag ein Wohnhaus dem Erdboden gleichgemacht. Drei Menschen wurden nach Polizeiangaben unter den Trümmern verschüttet. Rettungskräfte bargen am Mittag eine schwer verletzte 39 Jahre alte Frau. Die Suche nach zwei weiteren Verschütteten ging bis in die Abendstunden weiter.

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Bei den zwei Vermissten handelte es sich nach Informationen der Polizei um den 42 Jahre alten Ehemann der verletzten Frau sowie eines ihrer gemeinsamen Kinder, ein fünfjähriges Mädchen. Es wurde damit gerechnet, dass die Suche und die Bergungsarbeiten die ganze Nacht andauern könnten. Am Abend baute das Technische Hilfswerk Scheinwerfer auf, um die Unglücksstelle ausleuchten zu können. Neben Spürhunden waren auch Spezialisten mit einer Kamerasonde im Einsatz.

Zunächst hatte die Polizei befürchtet, dass bei der Explosion des dreistöckigen Gebäudes in einem Wohngebiet in Rettenbach am Auerberg sogar sieben Menschen verschüttet sein könnten - denn so viele Menschen waren als wohnhaft in dem Haus gemeldet: Ein kinderloses Paar sowie eine fünfköpfige Familie. Wie sich später herausstellte, lebte in der zweiten Wohnung aber nur noch eine alleinstehende Frau. Auch die zwei Söhne des Ehepaars waren zum Zeitpunkt des Unglücks - gegen 10.00 Uhr am Vormittag - außer Haus.

Rettungskräfte waren nach der Explosion schnell vor Ort und begannen unter den Trümmern des eingestürzten Zweifamilienhauses mit der Suche nach Überlebenden. Wo einstmals das Haus stand, lag nur noch ein Haufen aus Steinen und Balken. Das Dach des Hauses war bis auf den Boden gestürzt. Insgesamt rund 350 Retter arbeiteten teilweise mit bloßen Händen bei der Suche nach den Verschütteten.

Die Ursache des Unglücks war zunächst noch unklar. Vermutungen, es könnte sich um eine Gas-Explosion handeln, konnten zunächst nicht bestätigt werden. Das Haus soll gar keinen Erdgasanschluss gehabt haben. Experten der Kripo und des Bayerischen Landeskriminalamtes nahmen noch während der Bergungsarbeiten die Ermittlungen auf.

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