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BASF sieht durch Fracking Potenziale auch in Europa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Chemiekonzern BASF sieht in der Förderung von Schiefergas mittels der umstrittenen Fracking-Technik neben Südamerika und China auch in Europa Potenziale.

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«Wir würden gerne in die Forschung einsteigen, um überhaupt herauszufinden, ob es möglich ist, hier wirtschaftlich, sozial akzeptiert und umweltverträglich Schiefergas zu fördern», sagte BASF-Vorstand Schwager. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

«In Europa sind besonders Deutschland, Frankreich und Polen zu nennen», sagte BASF-Vorstand Harald Schwager in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Wir würden gerne in die Forschung einsteigen, um überhaupt herauszufinden, ob es möglich ist, hier wirtschaftlich, sozial akzeptiert und umweltverträglich Schiefergas zu fördern», sagte Schwager, im BASF-Vorstand für das Öl- und Gasgeschäft verantwortlich.

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In Europa werde schon seit Jahrzehnten ohne Probleme gefrackt. Dabei würden Gasvorkommen in sehr dichtem Gestein durch vertikale Bohrungen erschlossen. «Neu ist nur, die Technik des Fracking für die Förderung aus Schiefergestein mit einer Horizontalbohrung zu kombinieren.»

Die BASF-Tochter Wintershall setze die Technik zur Öl- und Gasförderung seit Jahrzehnten ein - unter anderem in Russland, den Niederlanden und auch in Deutschland, ohne dass es zu Grundwasserverschmutzungen gekommen sei.

«Die neue Form der Förderung wird nicht auf Knopfdruck passieren. Auch in Amerika hat das Jahrzehnte gedauert», sagte Schwager. In Europa seien gerade erst Potenziale identifiziert worden.