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Sich vom Gegner nicht zu sehr beeindrucken lassen: das wollen die Traunsteiner Basketballer – hier Ante Bandov (am Ball) gegen Benedikt Beinhofer – auch beim Titelgewinner Jahn München schaffen. (Foto: Weitz)

Baskets wollen Revanche

Der Meister zollte dem Unterlegenen Respekt: »München verneigt sich vor einem Gegner, der mit dieser Leistung über die Saison hinweg wohl in fast jedem anderen Jahr aufgestiegen wäre«, schrieb die Turnerschaft (TS) Jahn München nach dem Triumph über die Chiemgau Baskets am vergangenen Samstag auf ihrer Webseite.


Der 81:64-Sieg der Münchner in der ausverkauften AKG-Sportarena zementierte deren Tabellenführung und machte den Jahn, bislang ungeschlagen, zum Meister der Basketball-Bayernliga Süd. Die Korbjäger des TV Traunstein belegen nach 19 Siegen in 21 Spielen sicher den zweiten Platz und gehen nun erhobenen Hauptes in das Rückspiel, das am morgigen Sonntag um 15 Uhr in München, das zugleich die letzte Partie der Saison markiert.

In dieser Begegnung wollen die TVTler den Landeshauptstädtern, die mit einem sehr gut ausgebildeten und tief besetzten Team aus ehemaligen Spielern der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga antreten, die erste Saisonniederlage beibringen. »Das wird wieder ein schwieriger Kampf«, prophezeit Baskets-Coach Zoltán Lippay. »Natürlich ist es unser Ziel, zu gewinnen und Revanche zu nehmen. Ich werde mit der Mannschaft taktisch ein bisschen etwas ändern und glaube, dass das funktionieren kann.« Verzichten muss Lippay allerdings weiterhin auf die verletzten Routiniers Markus Haindl und Jakob Kock, deren Erfahrung, Treffsicherheit und giftige Verteidigung den Traunsteinern schon im Hinspiel fehlte.

Nach dem Basketball-Spektakel mit hunderten lautstarken Fans bei ihrem Heimspiel wird die Traunsteiner in München wohl ein ruhigeres Umfeld erwarten. Schließlich ist die Partie auf dem Papier nun ohne Bedeutung. Unabhängig vom Ausgang des Spiels steht die Turnerschaft als Meister und damit einziger Aufsteiger in die 2. Regionalliga Süd fest.

Aber die Traunsteiner, die eine starke Saison gespielt und viele Gegner nach Belieben dominiert haben, wollen mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen. Daher werden sie sicher alles geben, um mit zwei Punkten im Gepäck nach Traunstein zurückzukehren. Immerhin haben sie mit Kameron Rooks und Stefan Gruber zwei Spieler in ihren Reihen, die zu den besten fünf Scorern der Liga zählen. In der Defensive wird es darauf ankommen, die Distanzschützen der Münchner rund um den Dreierspezialisten der Liga, Benjamin Voit, besser zu kontrollieren: Zwölf Drei-Punkte-Würfe versenkten die Jahn-Spieler zuletzt und setzten sich damit in entscheidenden Spielphasen immer wieder von den Traunsteinern ab.

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