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Bauarbeiten an der Fritjof-Nansen-Straße im Zeitplan

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Für künftige Baumpflanzungen wurden an mehreren Stellen sogenannte Treeparker eingebaut.

Traunreut – Die Bauarbeiten an der Fridtjof-Nansen-Straße liegen im Zeitplan und wenn das Wetter weiterhin mitspielt, sollte der gesetzte Rahmen auch eingehalten werden können. Laut Udo Albrich vom städtischen Bauamt soll die Maßnahme auf jeden Fall bis zum Jahresende abgeschlossen sein.


Vom Rathausplatz her sind die Arbeiten in den letzten Wochen gut vorangekommen. Die Parkbuchten auf der Seite der Bäckerei Kotter wurden bereits gepflastert. Im Moment sind die Arbeiter der Bayernwerke dabei, auf der Südseite von Optik Trieb bis zur Schule die Leitungen zu verlegen. Voraussichtlich ab nächster Woche können dann auch auf dieser Straßenseite die Parkbuchten und Gehwege gepflastert werden.

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Eine erste Tragschicht wird errichtet, die endgültige Deckschicht des Straßenbaus erfolgt erst ganz am Ende der Bauarbeiten. Wie Udo Albrich erläutert, sollten die Gehwege auf beiden Straßenseiten etwa ab Mitte August wieder zu nutzen und die Geschäfte damit gut zu erreichen sein, ebenso die Einfahrt zur Tiefgarage des Rathauses.

Im Bereich der ehemaligen Sonnenschule wird die Straße gepflastert. Diese Arbeiten stehen aber ganz am Schluss der Maßnahme, wenn keine Baufahrzeuge mehr im Einsatz sind, die das Pflaster wieder beschädigen könnten. Im weiteren Verlauf der Straße müssen die Arbeiten eng zwischen der ausführenden Baufirma und der Johannes Heidenhain GmbH abgesprochen werden, da die Zufahrt zur Firma zu jeder Zeit gewährleistet sein muss. Im Zuge der Arbeiten wird auf der Seite von Heidenhain auch eine Lkw-Wartespur errichtet.

Im Zuge der Bauarbeiten werden an der Nansenstraße neue Bäume gepflanzt. Die Vorbereitungen dafür wurden an mehreren Stellen schon getroffen und sogenannte Treeparker eingebaut. Diese Treeparker sind ein unterirdisches Gerüst für Bäume, ausgelegt für maximale Verkehrsbelastung. Da gerade in Städten der Großteil der Flächen versiegelt ist, sind die Voraussetzungen für das Wachstum der Bäume äußerst schlecht. In den Städten ist es in der Regel deutlich wärmer als in der freien Landschaft, zudem versickert durch die Versiegelung nur wenig Wasser im Boden. Unterirdische Leitungen bedrängen zusätzlich den Wurzelraum der Bäume. Neben Trockenheit und Hitze führen Nährstoffarmut und hohe Bodenverdichtung, somit also auch Sauerstoffmangel, zu Kümmerwuchs oder die Bäume werden anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Mit Hilfe der nun eingebauten Treeparker können die Baumwurzeln problemlos durch die Öffnungen in alle Richtungen ausstreichen, während gleichzeitige Kabel ebenfalls durchgeführt werden können. Es besteht ein großes Wasseraufnahmevermögen bei starken Regenfällen und eine sehr hohe Belastbarkeit des aus 100 Prozent recycelbarem Kunststoff hergestellten Systems. Die Baumgruben mit den Treeparkern werden mit einem speziellen Pflanzsubstrat verfüllt, das sehr luftdurchlässig und tragfähig zugleich ist.

Stadtgärtnermeister Robert Kratzer führt zu den Planungen an der Nansenstraße aus: Wenn die Oberfläche versiegelt wird, so muss ein Baum »einen durchwurzelbaren Raum mit einer Grundfläche von mindestens 16 Quadratmeter aufweisen, damit dieser auf lange Sicht auch standsicher und gesund wachsen kann«. Nach Meinung des Stadtgärtnermeisters sollte diese Vorgehensweise auch künftig angewendet werden, wenn an gepflasterten Gehwegen eine Begrünung durch Bäume vorgesehen ist. Die beste Pflanzzeit für die Bäume ist im Oktober/November und dann wird auch die Nansenstraße wieder grüner werden.

Im vorderen Bereich vom Rathausplatz her wird laut Kratzer die Stadtbirne (Pyrus calleryana Chanticleer) gepflanzt. Diese Baumart steht bereits an der Traunwalchener Straße und zeichnet sich durch ihren sehr schlanken Wuchs und durch die wunderschöne Blüte im Frühjahr aus. Am Museum DASMAXIMUM werden außerdem Eichen in Anlehnung an das 7000-Eichen-Projekt von Joseph Beuys gepflanzt. An einem der Bäume wird zusätzlich auch eine Stele aufgestellt. Das Projekt zieht immer weitere Kreise, wie Museumsleiterin Dr. Birgit Löffler erfreut feststellt. In den kommenden Monaten werden noch weitere Eichen mit Stelen bei Traunreuter Einrichtungen aufgestellt und auch aus anderen Kommunen im Landkreis liegen bereits Anfragen vor. mix