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Die alte Auffahrt zu einem Gewerbebetrieb in Unteraschau soll nicht mehr für den Betriebsverkehr genutzt werden. (Foto: Konnert)

Bauausschuss des Marktgemeinderats Waging behandelte eine Reihe von Projekten

Waging am See – Neben zahlreichen Anträgen zur Schaffung von privatem Wohnraum standen auch Anträge für Vorhaben aus der Landwirtschaft und dem Gewerbe auf der Agenda des Bauausschusses des Marktgemeinderats.


Um den Neubau eines Wohnhauses als Ersatzbau sowie das Anlegen einer neuen Zufahrt zum bestehenden Gewerbebetrieb ging es bei einem Antrag aus Unteraschau, Gemarkung Freimann. Der Antrag war schon in der Dezembersitzung des Ausschusses behandelt worden. Damals wurde das gemeindliche Einvernehmen für das Wohngebäude grundsätzlich in Aussicht gestellt, wenn der Eingabeplan in einigen Punkten geändert wird. Diese Änderungen wurden jetzt im Bauantrag berücksichtigt.

Das Gebäude mit Erd- und Obergeschoß soll eine Ausdehnung von rund 22 mal 11 Metern haben und ein Satteldach erhalten. Auf jedem Geschoß sollen zwei Wohneinheiten eingebaut werden. Im Erdgeschoß sollen südlich zwei Terrassen errichtet werden, im Obergeschoß ist der Anbau von zwei Balkonen geplant. Die neue Zufahrt soll von Norden zum bestehenden Gewerbebetrieb hinführen. Die Zufahrt bisher erfolgte in der Nähe der Wohnbebauung.

Um eine Lärmreduzierung zu erreichen, soll die Zufahrt jetzt vom Wohngebäude abgerückt werden. Die neue Zufahrt verläuft zum Teil in der festgesetzten Grünfläche des Bebauungsplans Gewerbegebiet »Unteraschau Süd-Ost«. Deshalb hat der Antragsteller den Bauantragsunterlagen einen Antrag auf Befreiung von der festgesetzten Grünfläche beigefügt.

Der Bauausschuss des Marktgemeinderats hat dem Antrag auf Befreiung von der Festsetzung über die privaten Grundflächen stattgegeben und der Errichtung einer weiteren Betriebszufahrt als Privatstraße zugestimmt. Für den Neubau des Wohnhauses erteilte der Ausschuss das gemeindliche Einverständnis.

In Elsenloh, Gemarkung Freimann, soll eine neue Maschinenhalle für Land- und Forstwirtschaft mit einer Heizanlage für Nahwärme gebaut werden. Die Maße des Gebäudes sind mit rund 33 mal 12 Metern geplant. Aufgrund des abfallenden Geländes soll die Wandhöhe auf der nördlichen Seite rund 5,6 Meter, auf der südlichen Seite 5,8 Meter betragen.

Der Bauausschuss hat das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Ob das im baurechtlichen Außenbereich liegende Vorhaben privilegiert ist, muss die Genehmigungsbehörde entscheiden.

Für die Beschickung eines bestehenden Holzlagerraumes im Obergeschoß einer Schreinerei ist der Einbau einer Gaube geplant. Dazu muss auch der Kamin versetzt werden. Der Lagerraum über der Schreinerei ist besonders trocken, was für die Holzlagerung ein großer Vorteil ist. Hier soll auch Altholz gelagert werden, das zum Erhalt eines denkmalgeschützten Anwesens in Waging benötigt wird, welches sich im Besitz der Antragsteller befindet. Aktuell kann der Lagerraum nur über eine Außentreppe und eine Tür mit 1,30 Meter Höhe erreicht werden. Die Gaube könnte mit Hilfe eines Laders bedeutend leichter beschickt werden. Das Vorhaben liegt im Außenbereich und ist baurechtlich zulässig. Der Ausschuss hatte keine Einwände und stellte das gemeindliche Einvernehmen her.

Im Bauauschuss schon mehrmals behandelt wurde ein Vorhaben aus Mittermühle, Gemarkung Gaden, zur Errichtung eines Ersatzbaus für das bestehende landwirtschaftliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Zu dem Vorhaben liegt ein Baugenehmigungsbescheid aus dem Jahr 2020 vor, die Bauarbeiten wurden aufgrund dieses Bescheids begonnen. Jetzt musste der Ausschuss einen Tekturantrag behandeln, der sich auf die Änderung der seitlichen Wandhöhe und Geschoßhöhe bezog, die etwas geringer wurde. Zudem wurde der Neubau um 24 Zentimeter tiefer gebaut und um einen Meter aus der Ursprungsflucht gedreht. Die geplante Kelleraußentreppe und Garagenunterkellerung wurde nicht ausgeführt. Die Tür- und Fenstereinteilung sowie Teile der Innenwände wurden geändert.

Zudem ist jetzt die Errichtung einer nordseitigen Böschungsmauer mit einer Höhe zwischen 1,10 und 2,30 Meter auf einer Länge von 40 Metern vorgesehen. Der Bauausschuss stimmte allen Änderungen zu.

kon