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Bayer 04 will Serie fortsetzen - Bremer Fehlstart-Angst

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Stefan Kießling will mit Bayer Leverkusen die Siegesserie fortsetzen. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen will gegen Werder Bremen seine Siegesserie ausbauen und das Selbstvertrauen vor dem Start in die Champions League stärken.


«Wir versuchen, an die fünf erfolgreichen Spiele anzuknüpfen. Die sind gut gelaufen», sagte Torjäger Stefan Kießling vor der Freitag-Partie der Fußball-Bundesliga. Nach der Länderspielpause blickt auch Bayer-Chefcoach Roger Schmidt der Begegnung mit Zuversicht entgegen. «Jetzt gilt es, dort weiterzumachen, wo wir gegen Hertha BSC aufgehört haben», meinte er.

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Einen Leistungseinbruch erwartet er nicht. «Ich denke, dass die Mannschaft in einem gewissen Maße gefestigt ist», sagte Schmidt. «Es ist aber eine Herausforderung, die Spieler mit Videos daran zu erinnern, wie unser Spiel aussieht.» Dies gelte vor allem für die nach ihren Länderspieleinsätzen zurückgekehrten Nationalspieler um Hakan Calhanoglu.

Verkraften muss der Werksclub die langen Ausfälle von Kapitän Simon Rolfes und Hoffnungsträger Julian Brandt. «Das tut weh, aber deshalb haben wir ja mehr als 14 Spieler im Kader», sagte der Trainer. Auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler hat der doppelte Tiefschlag getroffen, er will daraus aber kein großes Thema machen. «Für die betroffenen Spieler ist es bitter, aber jetzt wird der Fokus eben auf andere Jungs gerückt», meinte er. Die Sechser-Rolle von Rolfes wird gegen Bremen wohl Stefan Reinartz übernehmen.

Vor einem Comeback nach monatelanger Verletzungspause steht Nationalspieler Lars Bender. «Ich haue mal einen raus, er wird im Kader sein», verriet Schmidt. «Wir haben jetzt sieben Spiele in vier Wochen. Da können wir jeden gut gebrauchen», sagte Völler. Vier Tage nach der Begegnung mit Bremen beginnt die Champions League mit dem schweren ersten Gruppenspiel beim AS Monaco.

Zunächst geht es für die Leverkusener nach zwei Siegen darum, die Tabellenführung zu behaupten. «Natürlich ist das schön, auch wenn wir noch am Anfang stehen und die Tabelle nur bedingt aussagekräftig ist», meinte Schmidt. Dagegen wäre eine Niederlage für den SV Werder gleichbedeutend mit einem Fehlstart. «Wir können bislang nicht von einem Superstart sprechen. Aber auch nicht von einem schlechten», sagte Kapitän Clemens Fritz. «Vier Punkte aus den kommenden zwei Spielen - dann können wir zufrieden sein.» Bisher erreichten die Hanseaten zwei Unentschieden. Nach dem schweren Gang an den Rhein müssen sie erneut auswärts beim FC Augsburg antreten.

«Die Art und Weise, wie wir in den zweiten Halbzeiten gegen Hertha und Hoffenheim aufgetreten sind, sollte uns Selbstvertrauen geben», meinte Fritz. «Dementsprechend befreit und mutig sollten wir in Leverkusen auftreten.» Allerdings ist er von den Auftritten von Bayer, wo er von 2003 bis 2006 spielte, beeindruckt: «Man kann Respekt haben vor diesem Start.» Auch Bremens Abwehrchef Sebastian Prödl staunt über Leverkusen. «Brutal offensiv», urteilte er.

Die Topform seines ehemaligen Arbeitgebers beschäftigt auch Werder-Cheftrainer Robin Dutt vor seiner Rückkehr in die BayArena. «Bei uns gibt es eine stetige Aufwärtsentwicklung. Unsere Brust ist breit genug, so dass wir ein tolles Flutlichtspiel sehen werden», versprach Dutt. Er fügte selbstbewusst hinzu: «Wenn es Schwächen gibt, werden wir sie ausmachen. Dazu sind wir in der Lage.» Zugleich wollen sich die Bremer nicht von dem fulminanten Offensivspiel von Bayer einschüchtern lassen. «Leverkusen macht einen guten Job. Nicht mehr und nicht weniger», sagte Werder-Manager Thomas Eichin.

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