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Bayern gewinnen packendes Halbfinale mit 3:2 gegen Bremen

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Jubel
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Münchens Spieler jubeln mit dem Torschütze Robert Lewandowski über das 1:0 in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa
Führung
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Bremens Torwart Jiri Pavlenka (M) kann den Treffer von Münchens Robert Lewandowski (9) zum 1:0 nicht parieren. Foto: Christian Charisius Foto: dpa
Torschütze
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Robert Lewandowski feiert sein Tor zum 1:0 für den FC Bayern München in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa
Zweikampf
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Werder-Spieler Max Kruse (l) im Duell um den Ball mit dem Münchner Joshua Kimmich. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa
Großchance
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Bremens Davy Klaassen (hinten) scheitert mit einem Kopfball an Münchens Torwart Sven Ulreich. Foto: Christian Charisius/dpa Foto: dpa
Euphorisch
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Thomas Müller (l) jubelt mit den Münchnern über dasf 2:0 gegen Werder Bremen. Foto: Christian Charisius/dpa Foto: dpa
Anschluss
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Bremens Milot Rashica jubelt nach dem Ausgleichstor zum 1:2. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa
Ausgleich
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Die Spieler von Werder Bremen feiern den Treffer zum 2:2. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa
Elfmeter
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Robert Lewandowski jubelt nach dem verwandelten Elfmeter gegen Bremen. Foto: Cristian Charisius/dpa Foto: dpa

Bremen und Bayern liefern sich ein furioses Pokalduell. Am Ende dürfen wie so häufig die Münchner jubeln. Daran hat auch ein umstrittener Elfmeter seinen Anteil, der auch nach dem Spiel für Diskussionen sorgt.


Bremen (dpa) - Der FC Bayern München hat Werder Bremens Heim-Serie im DFB-Pokal spektakulär beendet und darf weiter vom Double aus Meisterschaft und Cup träumen.

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Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga setzte sich in einem packenden Nord-Süd-Klassiker mit 3:2 (1:0) durch und freut sich auf das Finale am 25. Mai in Berlin gegen RB Leipzig.

Robert Lewandowski (36. Minute), Thomas Müller (63.) und erneut Lewandowski mit einem umstrittenen Foulelfmeter (80.) sorgten mit ihren Toren vor 42.100 Zuschauern im Weserstadion für die Entscheidung im Halbfinale zugunsten der Bayern. Yuya Osako (74.) und Milot Rashica (75.) trafen für die aufopferungsvoll kämpfenden Bremer, die zuvor 31 Jahre und 37 Partien im Pokal zu Hause nicht verloren hatten. Bayern Trainer Niko Kovac stellte einen besonderen Rekord auf: Als erster Bundesliga-Coach hat er nun in seinen ersten drei Pokal-Spielzeiten dreimal das Endspiel erreicht. »Es war ein brandheißes Duell, das uns alles abverlangt hat«, sagte Müller. Kovac sprach von einem »tollen Spiel beider Mannschaften«.

Die Bremer konnten sich nach dem Spiel minutenlang nicht beruhigen und redeten auf Schiedsrichter Daniel Siebert ein. »Das ist lächerlich«, kommentierte Max Kruse die Elfmeterszene in der ARD. Kingsley Coman war nach einem leichten Schieber von Theodor Gebre Selassie im Strafraum zu Boden gegangen. »Wir haben einen Videobeweis. Wenn er das nicht sieht, können wir ihn wieder abschaffen«, sagte Kruse. Müller sah die Situation ein wenig anders: »Ich denke, die Entscheidung war richtig«, sagte er. »Kingsley ist jetzt keiner, der sich fallen lässt, sondern einer, der gerne auch den Zweikampf führt.«

Von Beginn an entwickelte sich eine extrem intensive Partie mit harten Zweikämpfen und viel Tempo. In der achten Minute näherte sich Werder erstmals dem Bayern-Tor an. Der nach einer Oberschenkelverletzung gerade noch rechtzeitig fit gewordene Kruse schoss nach Ablage von Rashica jedoch drüber. Schon bei der Anreise zum Spiel waren die hochmotivierten Bremer von tausenden Fans gefeiert und eingestimmt worden.

Die beeindruckende Atmosphäre setzte sich im Stadion fort und verebbte auch nicht, als die Bayern immer besser ins Spiel kamen. Müller verfehlte mit der Hacke aus kurzer Distanz knapp das Bremer Tor (10.), wenig später blockte Niklas Moisander einen Schuss des früheren Nationalspielers in höchster Not und verhinderte die Gästeführung (16.).

Beide Teams boten Power-Fußball und zeigten zahlreiche Offensivaktionen. Für die Bayern sorgte Kingsley Coman auf der linken Seite für ordentlich Wirbel, bei den Bremern zeigte Kapitän Kruse, warum sein Trainer Florian Kohfeldt ihn unbedingt dabei haben wollte. Der Münchner Mittelfeldstratege Thiago (22.) und Bremens Davy Klaassen (23.) hatten weitere Möglichkeiten.

Eine Situation, die zunächst gar nicht so gefährlich wirkte, brachte die Bayern dann in Front. Eine weite Flanke von Jérôme Boateng landete auf dem Kopf von Müller, der den Ball aus sehr spitzem Winkel in hohem Bogen an den Innenpfosten köpfte. Von dort sprang das Spielgerät genau vor die Füße von Lewandowski, der nur noch einschieben musste. Fünf Minuten später traf der Pole erneut. Das Tor zählte jedoch nicht, weil Lewandowski klar im Abseits stand.

Bremen suchte noch vor der Pause nach der Antwort. Sven Ulreich, der erneut den noch nicht wieder einsatzbereiten Nationalkeeper Manuel Neuer vertrat, war bei einem abgefälschten Schuss von Kruse jedoch zur Stelle (45.).

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Coman die Vorentscheidung auf dem Fuß. Auf starke Vorarbeit von Müller scheiterte der Franzose jedoch freistehend an Bremens Torwart Jiri Pavlenka (48.). Müller machte es besser: Einen verunglückten Schuss des eingewechselten Leon Goretzka nahm er gefühlvoll an und überwand Pavlenka zum 2:0.

Kohfeldt erhöhte das Risiko und brachte die 40 Jahre alte Stürmer-Legende Claudio Pizarro für Mittelfeldspieler Kevin Möhwald. Und plötzlich waren die Bremer gefährlich. Osako verkürzte nach Vorarbeit von Rashica auf 1:2 und nur wenige Sekunden später war der 22-Jährige selbst erfolgreich. Die Bremer Fans flippten aus, wurden jedoch wenig später geschockt: Coman fiel, Siebert zeigte auf den Elfmeterpunkt und Lewandowski schoss die Bayern ins Finale.

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