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3:1-Sieg in Mainz

Bayern nach Sieg in Mainz wieder oben

Zumindest für eine Nacht steht der FC Bayern wieder dort, wo sie sich selbst sehen: an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Gegen Mainz 05 gab es ein 3:1. Doch bereits am Samstag können sie von dort wieder verdrängt werden.

1. FSV Mainz 05 - FC Bayern München
Die Münchner Franck Ribery (2.v.l) und Torschütze Arjen Robben (2.v.r) jubeln nach dem Tor zum 2:1 neben dem Mainzer Torwart Jonas Lössl (l) und Leon Balogun und Andre Ramalho (r). Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Mainz (dpa) - Robert Lewandowski hat den FC Bayern München mit einem Doppelpack zumindest vorübergehend wieder an die Spitze der Fußball-Bundesliga geschossen. Der Pole erzielte am Freitagabend beim 3:1 (2:1) des deutschen Rekordmeisters gegen den FSV Mainz 05 zwei Treffer.

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Mainz ging bereits in der vierten Minute durch Jhon Cordoba in Führung. Der deutsche Rekordmeister drehte die Partie jedoch schnell. Robert Lewandowski (8.) und Arjen Robben (21.) erzielten die Treffer vor der Pause. Lewandowski setzte mit einem Freistoß in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Dank des besseren Torverhältnisses überholten die Bayern den punktgleichen Aufsteiger RB Leipzig, der am Samstag gegen Schalke 04 kontern kann.

Auch spielerisch konnten die Münchner vor 34 000 Zuschauern in Mainz nach zuletzt schwachen Partien überzeugen. Mit Ausnahme der ersten fünf Minuten beherrschten sie die Szenerie.

«In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt wie lange nicht mehr», sagte Robben nach der Partie. «Die letzten Wochen haben uns ein bisschen die Überraschungen gefehlt. Das war heute gut. Eigentlich hätten wir schon in der ersten Hälfte mehr Tore erzielen müssen.» Kritisch sah er die zweite Halbzeit: «Da müssen wir eigentlich weitermachen. Da hat Tempo und Bewegung gefehlt.» Thomas Müller war ebenfalls mit der Leistung vor allem in der ersten Halbzeit zufrieden: «Das hat Spaß gemacht heute.»

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Südamerika. Dabei war am 29. November fast die komplette Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Vereins Chapecoense ums Leben gekommen.

Bei den Bayern standen erstmals seit der 1:2-Niederlage gegen Mainz im März wieder Franck Ribéry und Robben gemeinsam in der Startaufstellung. FSV-Trainer Martin Schmidt wechselte gleich auf sechs Positionen im Vergleich zur Vorwoche. Erstmals seit langem hatten die Bayern keine Englische Woche. Trainer Carlo Angelotti wollte die Zeit nutzen, um an der Taktik der zuletzt wenig überzeugenden Münchner zu arbeiten.

Zunächst sah es jedoch nicht danach aus. Schon früh wurden die Münchner ausgekontert - Cordoba ließ Nationaltorwart Manuel Neuer mit einem Flachschuss keine Chance. Doch der Rekordmeister ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und konterte die Mainzer ebenfalls aus. Philipp Lahm eroberte am eigenen Strafraum den Ball, Robben bediente Lewandowski, der überlegt einschob. Für den Polen war es der zehnte Treffer gegen Mainz, später folgte der elfte. Kein anderer Spieler traf so oft gegen den Verein.

In der 13. Minute hätten die Bayern in Führung gehen können, doch Thomas Müller scheiterte frei an FSV-Keeper Jonas Lössl. Der Nationalspieler wartet damit weiter auf sein erstes Saisontor in der Bundesliga. Dafür leistete er wenig später die Vorlage zum 2:1: Seine Flanke verwertete Robben per Kopf. In der 25. Minute hätte der Niederländer das 3:1 machen müssen, lupfte aber über das Tor.

Die Bayern hatten das Spiel nach dem Fehlstart im Griff. Mainz konnte sich gegen die nach dem frühen Schock deutlich besser organisierte Münchener Abwehr nicht mehr gefährlich in Szene setzen. Erst in der letzten Minute vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich für die Gäste. Nach einem Handspiel von Javi Martinez, der dafür Gelb sah, gab es Freistoß aus rund 18 Metern. Aber Yunus Malli schoss nur in die Mauer.

Die zweite Halbzeit bot nicht mehr den Unterhaltungswert der ersten. Nur der auffällige Robben setzte Akzente. Sein Weitschuss in der 47. Minute ging über das Tor. In der 65. Minute tauchte er frei vor Lössl auf, vergab jedoch die Chance zur Vorentscheidung.

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