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Bayer-Sportdirektor Völler: «Jetzt gibt es Gegenwind»

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Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler war nach dem 0:5 gegen ManUnited bedient. Foto: Ole Spata Foto: dpa

Leverkusen (dpa) - Fragen und Antworten aus der Mixed-Zone an Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler nach der 0:5-Niederlage des Bundesligisten in der Champions League gegen Manchester United.


Haben Sie mit so einer Klatsche gegen Manchester United gerechnet?

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Völler: Das war nicht zu erwarten. Manchester ist eine Klassemannschaft. In den ersten paar Minuten haben wir mithalten können, doch dann sind wir zusammengebrochen und sind durch mehrere Tore bestraft worden.

Das war ein Auftritt auf der großen Fußball-Bühne, und einmal mehr ist Bayer Leverkusen untergangen. Reicht es noch nicht für die ganz großen Gegner?

Völler: Das sah jetzt so aus gegen Manchester. Wir stehen dennoch gut da, sind in der Bundesliga Zweiter. Wir müssen realistisch denken, vieles gut und vieles aus unseren Möglichkeiten machen. Das haben wir bisher hervorragend gemacht. Jetzt gibt es ein wenig Gegenwind. Da müssen wir durch und wieder aufstehen. Schon schon am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg müssen wir wieder am Limit spielen. Das ist eine bittere Nacht, das war nicht schön.

Jetzt ist man nur noch Dritter in der Gruppe A der Champions League. Muss man sich jetzt auf die Europa League einstellen oder was ist noch möglich?

Völler: Wir müssen im letzten Spiel beim spanischen Club Real Sociedad San Sebastian antreten. Wir haben es zwar nicht mehr in der eigenen Hand, werden aber alles dafür tun, dass wir es noch packen. Es wäre schade, wenn wir gewinnen und Manchester verliert das Heimspiel gegen Schachtjor Donezk. Das wäre besonders bitter.

Bayer 04 hat noch kein Heimspiel in dieser Saison verloren. Hätte die Werkself nicht mit mehr Selbstbewusstsein auf den Platz gehen müssen?

Völler: Ja, dass ist eine berechtigte Frage, wenn man 0:5 verloren hat. Nach dem 0:2 hat uns schon ein bisschen der Glaube gefehlt, das Ding noch zu drehen. Das ist sehr schade, alle sind sehr geknickt. Ich hatte die letzten Tage ein sehr gutes Gefühl, und die Mannschaft hat gebrannt. Die ersten zehn Minuten bis zum 0:1 hat sie es ganz ordentlich gemacht. Danach waren alle etwas geschockt. Das fehlt uns noch, dass wir nach solchen Rückschlägen nicht die Nerven verlieren und gut weiterspielen.

War ManU zu abgezockt oder hat Leverkusen zu viele Geschenke gemacht?

Völler: Beides.

Mit welchen Hoffnungen fahren Sie zum letzten Gruppenspiel nach San Sebastian?

Völler: Jetzt muss man erst einmal das Spiel verarbeiten. Es ist eine bittere Nacht, aber morgen geht es weiter, obwohl es für alle eine unangenehme Situation ist. Nun zählt erstmal am Samstag das Spiel gegen der 1. FC Nürnberg und dass wir unsere Leistungen in der Bundesliga bringen. Dann kommt San Sebastian. In Spanien müssen wir versuchen, ein bisschen was gut zu machen.

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