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Beck weg, Draxler-OP: Löw bleibt positiv

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Andreas Beck
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Andreas Beck spielt mit Hoffenheim in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Jochen Lübke Foto: dpa

München (dpa) - Die Notreisegruppe von Joachim Löw steht vor zusätzlichen Problemen. Andreas Beck, neunmaliger Spieler der Fußball-Nationalmannschaft, sagte den Überseetrip mit den Länderspielen gegen Ecuador und die USA wegen der Bundesliga-Relegation seines Hoffenheimer Clubs ab.


Der Schalker Jungstar Julian Draxler musste sich nach dem Liga-Abschluss erstmal eine Metallplatte aus dem Arm operieren lassen.

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Insgesamt fehlen dem Bundestrainer, dessen Vertragsverlängerung vielleicht doch eher als bisher verhandelt wird, jetzt 16 Spieler, wenn am Mittwoch mit dem Flug von Frankfurt nach Miami der komplizierte Saisonabschluss des DFB-Teams startet.

Löw konnte zum Liga-Abschluss im heimischen Freiburg nochmals Draxler, die weiteren Schalker Benedikt Höwedes und Roman Neustädter sowie den SC-Länderspielneuling Max Kruse live beobachten. Und er will weiter positiv bleiben: »Für uns gilt es, aus den Gegebenheiten das Maximale herauszuholen. Jedes Länderspiel ist gut.«

Der DFB-Chefcoach steht vor einer besonderen Herausforderung. Denn nicht nur die fehlenden Stars der Champions-League-Finalisten Bayern München und Borussia Dortmund sowie von Real Madrid verleihen der lange geplanten USA-Tournee den Status eines Großexperiments. Auch das vorhandene Personal fordert nochmals Sonderbehandlung.

Die Operation von Draxler soll dessen Teilnahme an den Länderspielen am 29. Mai in Boca Raton und am 2. Juni in Washington zwar nicht gefährden. Doch der 19-Jährige, nach dem Ausfall der Mittelfeldzauberer Mario Götze, Marco Reus und Mesut Özil als kreative Kraft eingeplant, muss erst einmal »einige Tage mit dem Training aussetzen«, berichtete Draxler selbst.

Die beiden Dortmunder Sven Bender und Kevin Großkreutz sowie Toptorjäger Miroslav Klose sollen erst nach Champions-League-Endspiel und italienischem Pokalfinale nachreisen. Und in der Personalie Stefan Kießling, mit 25 Treffern der beste Bundesliga-Torschütze, hatte der Bundestrainer die Tür schon vor Monaten zugeschlagen.

So kann Löw zunächst auf dem Gelände der Barry University in Florida nur mit 15 Feldspielern, davon vier Neulinge, und drei Torhüter trainieren. »Die Spieler, die normalerweise nicht so im Fokus stehen, haben die Chance, sich zu bewähren. Es ist eine gute Gelegenheit für mich, diese Spieler zu sehen«, sagte der 53-Jährige.

Auch die Vertragssituation von Löw wird weiter diskutiert. Manager Oliver Bierhoff hat zeitnahe Gespräche über eine Verlängerung des bis nach der WM 2014 laufenden Kontraktes angekündigt: »Sobald wir die WM-Qualifikation geschafft haben, werden wir uns mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock an einen Tisch setzen«, sagte Bierhoff am Samstag der »Bild«-Zeitung.

Planungssicherheit für die eigene Zukunft bräuchte die Sportliche Leitung allerdings nicht unbedingt, bemerkte Bierhoff: »Wir sind 2010 ohne Vertrag in die WM gegangen. Ich kann da auch für Jogi sprechen: Wir brauchen keine Garantie. Wir wissen aber, dass eine ungeklärte Vertragssituation zur Unruhe führen kann.«

Löw selbst hat das Thema bislang öffentlich weit von sich geschoben. »Vor Ende 2013 wird es keine Gespräche geben. Dazu gibt es auch keine Veranlassung. Erst einmal wollen wir uns für die WM in Brasilien qualifizieren. Dann wird man in Ruhe mit dem Verband überlegen, welche weiteren Schritte man einleitet. Jetzt darüber nachzudenken, was nach 2014 kommt, macht wenig Sinn«, hatte der Bundestrainer zu Jahresbeginn in einem dpa-Interview erklärt.