»Beide Impfzentren sind aktuell gut ausgelastet«

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Die Schließung eines der beiden Impfzentren ist – anders als im Berchtesgadener Land – in Traunstein kein Thema. Foto: dpa
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800 bis 1000 Impfungen werden pro Tag in den beiden Impfzentren in Traunstein und Altenmarkt gemacht.

»Beide Impfzentren sind aktuell gut ausgelastet. Eine Schließung ist derzeit kein Thema«, teilt das Landratsamt Traunstein auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts mit. Hintergrund ist, dass im Nachbarlandkreis ein Impfzentrum demnächst wieder geschlossen werden soll.

Die Mietverträge in den Impfzentren in Altenmarkt und Traunstein würden jeweils mit kurzfristiger Kündigungsfrist bis auf Weiteres laufen, sagt Michael Reithmeier, der Pressesprecher des Landratsamts Traunstein. »Eine Kostenzusicherung für die Impfzentren liegt uns aktuell bis einschließlich Ende September 2021 vor. Solange Bedarf besteht, werden die Impfzentren weitergeführt.«

Auf die Frage, ob die Impfzentren voll ausgelastet sind, sagt Reithmeier, dass die Auslastung im Wochenschnitt derzeit bei 60 Prozent liege. Er spricht von einer »guten Auslastung«, betont aber, dass bei mehr Impfstoff eine deutliche Steigerung der Auslastung möglich wäre. »Aktuell werden im Schnitt 800 bis 1000 Impfungen pro Tag in den Impfzentren ermöglicht«, sagt Reithmeier. Noch keine konkrete Aussage kann er dazu machen, ob die Auffrischungsimpfungen, die bereits ab Herbst anstehen könnten, von den Impfzentren mit eingeplant sind. »Derzeit gibt es hierzu keine Planungen. Die Auffrischungsimpfungen sind aktuell für Impfungen bei Hausärzten angedacht.«

In Berchtesgaden wird das Impfzentrum Ende Juni geschlossen. Dann endet der Mietvertrag des Landkreises mit dem Alpen Congress in Berchtesgaden, wie die Pressesprecherin des dortigen Landratsamts, Alexandra Rothenbuchner, auf Nachfrage bestätigt. Hausärzte führten im südlichen Landkreis bereits jetzt mehr Impfungen durch als Impfärzte in der Außenstelle. Für den Betrieb des Impfzentrums in Ainring hingegen gebe es seitens der Regierung von Oberbayern eine Zusage bis Ende September.

Die Impfkapazitäten im Landkreis Berchtesgadener Land zu erhöhen, das war das ausgesprochene Ziel, als im März dieses Jahres die Außenstelle in Berchtesgaden eröffnete. Seit knapp 70 Tagen hat die Einrichtung nun geöffnet. Ende Juni ist trotzdem Schluss. Der Grund: Nach dem Willen der Bayerischen Staatsregierung sollen bis dahin die Hausärzte im Landkreis den Großteil der noch ausstehenden Impfungen durchführen.

Im Einzugsgebiet der Außenstelle in Berchtesgaden werden momentan primär Personen mit normaler Priorisierung (Stufe 4) geimpft, heißt es aus dem Landratsamt. Damit die Hausärzte in der Lage sind, mehr Impfungen verabreichen zu können, wurde die Zuteilung des Impfstoffs für die Impfzentren beschränkt.

In der vergangenen Woche wurden in der Außenstelle Berchtesgaden 633 Personen geimpft. Seit Inbetriebnahme im März waren es insgesamt 5488 Personen. Gerechnet mit 65 Öffnungstagen seit Eröffnung impften die Ärzte pro Tag rund 84 Personen.

In Anbetracht der Gesamtsituation und der Möglichkeit, die Impfung nun auch bei einem Hausarzt zu erhalten, wird die Außenstelle zum 30. Juni hin geschlossen. Anders sieht es im Impfzentrum in Ainring aus, das pro Tag für bis zu 750 Impfungen – im Maximalfall – ausgelegt ist. Derzeit gibt es seitens der Regierung von Oberbayern eine Zusage, laut derer das Impfzentrum bis 30. September betrieben werden soll. »Es ist aber davon auszugehen, dass die tatsächliche Betriebsdauer stark vom weiteren Fortschritt der Impfkampagne abhängig ist«, sagt Alexandra Rothenbuchner. In der vergangenen Woche wurden in Ainring 2534 Impfungen durchgeführt. Seit der Inbetriebnahme des Impfzentrums hat das medizinische Personal dort 27 240 Impfungen durchgeführt. KR/kp