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Beide Teams haben eine Serie zu verteidigen

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Er nimmt mit dem SV Kirchanschöring gegen Deisenhofen den nächsten Punktgewinn ins Visier: Stürmer Albert Deiter. (Foto: Butzhammer)

Eigentlich sollte man einem Duell, das bei seiner jüngsten Auflage mit einem Elfmeterschießen endete, Brisanz zuschreiben können. Doch vor dem Aufeinandertreffen zwischen dem SV Kirchanschöring und dem FC Deisenhofen (Samstag, 15 Uhr, Stadion an der Laufener Straße) ist das nicht unbedingt der Fall. Das liegt zum einen daran, dass es sich beim letzten Aufeinandertreffen am 5. Juli 2017 nur um ein Toto-Pokal-Qualifikationsspiel handelte (der FCD gewann 5:3 nach Elferschießen). Zum anderen ist vom damaligen SVK-Aufgebot – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kaum ein Spieler übrig geblieben.


Die Karten werden also vor dem Fußball-Bayernliga-Duell zwischen dem Rangachten aus dem Rupertiwinkel und dem starken Aufsteiger aus dem Münchner Vorort (5.) völlig neu gemischt. Die Gäste, trainiert von Hannes Sigurdsson, reisen mit einer kleinen Serie im Gepäck an: Seit vier Spielen haben Kapitän Michael Vodermeier und seine Kollegen nicht mehr verloren (drei Siege, ein Remis), ihre letzte Niederlage setzte es kurioserweise bei jener Mannschaft, die sich zuletzt dem SV Kirchanschöring mit 0:2 beugen musste: dem FC Ingolstadt II.

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Die Deisenhofener sind bekannt für ihre grandiose Nachwuchsarbeit. So spielt etwa die U19 in der Bayernliga, in der sie aktuell hinter dem 1. FC Nürnberg, der SpVgg Unterhaching und dem 1. FC Schweinfurt 05 den bärenstarken vierten Rang einnimmt. Am vergangenen Wochenende fegte die U 19 des FCD den TSV 1860 München mit 4:1 vom Platz. Und so ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, Talente an Land und natürlich auch in die »Erste« hochzuziehen.

Auch über starke auswärtige Spieler verfügt man: So liegt Michael Bachhuber, vor gut einem Jahr vom TuS Geretsried gekommen, mit zwölf Einschüssen auf Platz zwei der Bayernliga-Torschützenliste, in der übrigens der derzeit erfolgreichste »Anschöringer« Manuel Omelanowsky (6 Tore) Position elf einnimmt, sein Teamkollege Albert Deiter (16.) hat es bislang auf fünf Treffer gebracht. Mit Marco Finster (7./8 Treffer) hat der FCD sogar noch einen zweiten Goalgetter in die Top Ten gebracht.

So stark die Offensive der Gäste auch ist (36 Tore in 14 Begegnungen sprechen Bände), so verwundbar ist ihre Defensivabteilung. Mit 26 Gegentreffern haben die Deisenhofener zweimal öfter den Ball aus dem eigenen Netz holen müssen als der SVK (21:24 Tore).

Auch die Kostner-Mannen können auf eine kleine Serie verweisen: Seit drei Partien sind sie unbesiegt, in den beiden Begegnungen vor dem Regensburg-Auftritt wäre bekanntlich sogar mehr drin gewesen als zwei Remis, da man sowohl gegen den TSV Schwabmünchen (3:3) als auch gegen Türkspor Augsburg (2:2) einen Zwei-Tore-Vorsprung verschenkte. Man darf also gespannt sein, welche Serie auch beim Abpfiff am Samstag gegen 16.45 Uhr noch Bestand hat. cs