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Bürgermeister Ludwig Entfellner zog eine positive Bilanz über das Jahr 2014 für Unterwössen – Haushalt lässt eine Sondertilgung zu

»Beim Übergang hat nichts geruckelt«

Unterwössen – Ein positives Resümee hat Unterwössens Bürgermeister Ludwig Entfellner über sein erstes Amtsjahr 2014 während der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres gezogen. Er lobte den reibungslosen Übergang nach den Kommunalwahlen in die neue Amtsperiode durch Vertrauen und Sachorientierung im Gemeinderat. »Es hat nichts geruckelt«, so der neue Rathauschef. In der Sache ging er auf alle kommunalpolitisch relevanten Themen ein. Als »größte Veränderung im Dorf« bezeichnete er die Wiederbelebung der Ortsmitte nach 17 Jahren seit dem Brand des Gasthofs zur Post. Der »baulich absolut gelungene« Edeka-Markt habe wieder ein Zentrum geschaffen und sei eine Bereicherung für den Ort.

Die größte Baumaßnahme habe man mit der Erschließungsstraße am Gries und der Verlegung des Schmutzwasserkanals mit einem Kostenaufwand von 600 000 Euro geschultert. Weiterhin hätten sich die Hochwasserschutzmaßnahmen ein weiteres Mal bewährt, und in Sachen Hallenbad-Schließung und Fernwärme-Ablehnung herrsche nun Klarheit und Planungssicherheit.

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Wie der Bürgermeister weiter berichtete, habe sich der Haushalt positiv entwickelt und lasse daher noch eine Sondertilgung von 100 000 Euro zu. Damit würde die Gesamtverschuldung am Ende des Jahres auf 2,45 Millionen Euro sinken (2013: 2,71 Millionen Euro), die Pro-Kopf-Verschuldung auf unter 700 Euro (2013: 772 Euro).

Zum Thema Asyl ging der Bürgermeister auf die vom Landratsamt und der Regierung vorhergesagten, steigenden Zahlen von Asylbewerbern ein. »Wir werden unseren staatsbürgerlichen Pflichten selbstverständlich nachkommen und das Thema unaufgeregt und offen angehen«, sagte er. »Für eine Gemeinde mit 3500 Einwohnern darf die Integration oder positive Begleitung der Verfahrensdauer von 30 bis 40 Asylbewerbern kein Problem sein.« Gemeinderätin Sandra Sonntag (FDP) appellierte an den Rathauschef, bei der Zuteilung von Asylbewerbern die Verantwortungsträger in der Gemeinde schnellstmöglich zu informieren, damit man sich mit Bedacht darauf vorbereiten könne. bvd