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Beim Jugendländervergleich Soloaktion des Ramsauer Triathleten

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Mit 41 Sekunden Vorsprung kam Moritz Horn nach 31:03 Minuten ins Ziel. Foto: privat

Forst – Nachwuchstriathlet Moritz Horn zog beim Jugendländervergleich in Forst in der oberrheinischen Tiefebene wieder eine große Show ab. Selbst der erfahrene Ansager zeigte sich sprachlos und mutmaßte, dass Horn wohl aus dem All gekommen sein müsse. Immerhin siegte der Ramsauer mit 41 Sekunden Vorsprung.


Beim traditionellen Jugendländervergleich der Triathleten treffen sich zu Saisonbeginn die deutschen Kaderathleten mit den Landestrainern aller Bundesländer und ermitteln die Besten ihrer Altersklassen.

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In der Gruppe »Jugend B« starteten die 74 männlichen Top-Athleten der Jahrgänge 1999/2000 aller deutschen Bundesländer. Der spätere Sieger Moritz Horn, der am Bundesnachwuchsstützpunkt in Potsdam zur Schule geht und trainiert, musste nach dem turbulenten Start im Heidesee einige Schläge einstecken, konnte sich aber schnell in der Spitze des Feldes etablieren und sich dem anhaltenden Gedränge entziehen. Wie gut Moritz mittlerweile schwimmt, wurde spätestens beim Schwimmausstieg klar, als er dem Heidesee mit der zweitbesten Zeit nur eine Sekunde hinter dem Schwimmspezialisten Simon Drexl aus München entstieg.

Die Laufstrecke vom See zur Wechselzone auf dem Parkplatz des Heideseer Freizeitparks nützte der knapp 15-Jährige dazu, sich mit einem fulminanten Antritt von Simon Drexl zu lösen. So lief er als Erster zu den bereitstehenden Rädern. Dass sich Horn völlig beim Radrennen über zehn Kilometer alleine an die Spitze setzte, war ein ungewöhnliches Vorgehen. Doch das Verfolgerfeld zeigte sich derart uneinig, dass der führende Ramsauer als Solofahrer schneller unterwegs war als alle anderen.

Als sich die Triathleten mit nun schon über 40 Sekunden Rückstand unter schwierigen Wechselbedingungen zum abschließenden Lauf über 2 500 Meter formierten, strebte Horn schon mit großem Einsatz dem Ziel und einem überragenden Sieg zu. Das große deutsche Talent ließ beim abschließenden Lauf nichts mehr anbrennen und siegte mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor Tim Hellwig aus Rheinland-Pfalz und 1:15 Minuten vor Alexander Kull aus Thüringen. Christian Wechslinger