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Benachteiligt beim Bezahlen

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Eine Frau beim Friseur
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Manche Haarschnitte kosten beim Friseur mehr als andere. Foto: Carsten Rehder/dpa Foto: dpa

Ein Mann darf ein Geschäft wegen seiner Hautfarbe nicht betreten. Eine Frau bekommt für die gleiche Arbeit weniger Geld als ihr männlicher Kollege. So etwas ist nicht in Ordnung - trotzdem kommt es immer wieder vor.


Es gibt sogar ein eigenes Wort dafür: Dis-kri-mi-nie-rung. Jemanden zu diskriminieren bedeutet etwa, ihn wegen bestimmter Merkmale zu benachteiligen, obwohl diese Merkmale mit dem Thema nichts zu tun haben. Ein Beispiel: Welche Hautfarbe die Kunden haben, spielt beim Einkaufen keine Rolle.

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Auch am Mittwoch ging es in der deutschen Hauptstadt Berlin um Diskriminierung. Fachleute berichteten, dass Frauen für manche Dinge mehr zahlen als Männer, etwa beim Friseur.

Die Experten arbeiten für eine Stelle, die sich in Deutschland gegen Diskriminierung einsetzt. Sie beraten zum Beispiel auch Menschen, die sich benachteiligt fühlen - oder vermitteln sie an andere Experten.

In dem neuen Bericht hieß es: Frauen müssten etwa für einen Kurzhaarschnitt häufig mehr bezahlen als Männer. Oft sei es teurer, eine Frauen-Bluse reinigen zu lassen als ein Männer-Hemd. Vertreter von Friseuren und Reinigungsfirmen begründeten das so: Die höheren Preise hätten mit dem höheren Aufwand zu tun.

Die Leiterin der Stelle gegen Diskriminierung schlug Friseuren vor, bei Preislisten nicht mehr zwischen Frauen und Männern zu unterscheiden. Stattdessen sollten sie verschiedene Preise für verschiedene Haarschnitte verlangen. Dann würde ein aufwendiger Haarschnitt immer noch mehr kosten als ein einfacher Haarschnitt - unabhängig davon, ob für einen Mann oder eine Frau.