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Benedikt XVI. wird Ehrenbürger der Gemeinde Surberg

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Pabst Benedikt XVI.
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Pabst Benedikt XVI.

Surberg – Lediglich zwei, dafür aber bedeutende Beschlüsse standen auf der Tagesordnung des Surberger Gemeinderats: die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den emeritierten Papst Benedikt XVI. und die Begründung einer Gemeindepartnerschaft mit der österreichischen Marktgemeinde Grafenbach-St. Valentin.


»Die Gemeinden können Persönlichkeiten, die sich um sie besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen. Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Ehrung, die Gemeinden verleihen können«, erklärte Bürgermeister Josef Wimmer. Die Ehrung sei auch für berühmte Persönlichkeiten zulässig, die der Gemeinde in besonderer Weise verbunden seien. Die Verbundenheit zu seiner eigentlichen Heimat Hufschlag habe der emeritierte Papst Benedikt XVI. immer wieder bekundet; die Familie Ratzinger lebte hier von 1937 bis 1951.

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Als er vor kurzem in Rom gewesen sei, habe er ein persönliches Gespräch mit dem emeritierten Papst gehabt und ihn gefragt, ob er sich vorstellen könne, Ehrenbürger von Surberg zu werden, so Wimmer. Der emeritierte Papst habe zugestimmt und zum Ausdruck gebracht, wie sehr es ihn freue (wir berichteten).

Ohne Debatte beschloss der Surberger Gemeinderat, dem emeritierten Papst Benedikt XVI. die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Die Ernennungsurkunde soll ihm bei einer späteren Gelegenheit in Rom übergeben werden.

Darüber hinaus fasste das Gremium den Grundsatzbeschluss einer Gemeindepartnerschaft mit der Marktgemeinde Grafenbach-St. Valentin in Niederösterreich. Als Ziel der Partnerschaft nannte Wimmer, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen sowie das Zusammenfinden von Menschen über Grenzen hinweg zu fördern. »Die Musikkapelle Surberg-Lauter pflegt schon seit 30 Jahren einen engen und freundschaftlichen Kontakt mit der Musikkapelle St. Valentin«, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Bei Besuchen und Gegenbesuchen sei auch der Kontakt zwischen den Bürgermeistern beider Gemeinden hergestellt worden. Vor vier Jahren hätten sich die Gemeinderäte von Surberg und Grafenbach-St. Valentin getroffen und gleiche Gemeindestrukturen festgestellt. Zur Förderung der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Verständnisses sowie zum Aufbau und Ausbau freundschaftlicher Beziehungen mit der Marktgemeinde Grafenbach-St. Valentin solle eine Gemeindepartnerschaft begründet werden.

Von Elke Scheil kann die Frage nach den Kosten für die Gemeinde. Der Bürgermeister meinte, die Gemeinde werde zum Teil Fahrtkosten für Vereine übernehmen. Hubert Anfang schlug vor, diesen Betrag pro Jahr im Haushalt zu deckeln. Die Vereine müssten vor Fahrtantritt einen Antrag stellen. Sollte das Budget bereits ausgeschöpft sein, müssten andere Vereine im nächsten Jahr fahren.

Katharina Schallinger war grundsätzlich für die Gemeindepartnerschaft, weil die Strukturen ganz gut zusammenpassen würden. Aber auch sie war für eine Einstellung eines gewissen Betrags im Haushalt, damit die Gemeinde die Kosten im Griff habe. Georg Schmid betonte, der Jugendaustausch gehöre gefördert. Uli Stöhr wollte wissen, ob jemand von der Gemeinde beauftragt werde, sich um die Gemeindepartnerschaft zu kümmern. Wimmer erklärte, er werde sich darum kümmern, auch über seine Zeit als Bürgermeister hinaus.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, einen Entwurf der Vereinbarung einer kommunalen Partnerschaft vorzubereiten und die Einzelheiten mit der Partnergemeinde abzustimmen. Die Vereinbarung ist dann dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Bei den Bekanntgaben hatte der Bürgermeister eine schlechte Nachricht. Laut Mitteilung des Staatlichen Bauamts Traunstein werden die Fertigteile für den Fuß- und Radweg bei der Baustelle Heilig Geist erst im August 2019 eingehoben, weil es mit dem Material Problem gegeben habe. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern habe der Gemeinde Surberg mitgeteilt, dass der Ausbau der Gemeindestraße bei Wüstenreit in diesem Jahr nicht mehr möglich sei.

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Josef Wimmer Hubert Anfang in den Ruhestand verabschiedet. Anfang war 18 Jahre lang Leiter des Bauhofs. Er habe die gemeindlichen Liegenschaften auf einen hervorragenden Stand gebracht und hinterlassen, lobte Wimmer. Bjr