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»Berchtesgaden hilft« verteilte 53.000 Euro für gute Zwecke

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"Berchtesgaden hilft": Rund 53.000 Euro für gute Zwecke ausgegeben
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Die neue Vorstandschaft des Vereins »Berchtesgaden hilft« (sitzend v.l.): 2.Vorstand Josef Obraczka und 1. Vorstand Stefan Schlagbauer. Stehend (v.l.): Sophia Stanggaßinger, Angelika Plenk, Edith Lochner, Gabi Maltan, Petra Auer und Kathrin Staudinger. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Der Verein »Berchtesgaden hilft« hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Hotel »Edelweiss« Neuwahlen abgehalten.


Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Stefan Schlagbauer folgte der Kassenbericht von Petra Auer. Die Kasse wurde von Bernhard Holleitner geprüft und für ordnungsgemäß befunden. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Die Schriftführerin Kathrin Staudinger schilderte ausführlich die Aktivitäten des Vereins. Der 1. Vorstand informierte über eine positive finanzielle Entwicklung und ließ die Aktivitäten aus seiner Sicht Revue passieren. Im Kalenderjahr 2018 erhielt der Verein rund 32.900 Euro an Spenden.

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Es wurden insgesamt 52.900 Euro an hilfsbedürftige Personen direkt zugewandt, über gemeinnützige Vereine und auch zweckgebunden an die Gemeinden jeweils im Sinne der Satzung verteilt.

Im Übrigen stellt der Losverkauf im Rahmen des Adventskalenders eine weitere wesentliche Säule für die Finanzierung der Ausgaben dar. Es folgten die Neuwahlen. Wahlleiter war Hermann Lochschmied.

Stefan Schlagbauer informierte darüber, dass auch dieses Jahr der Berchtesgadener Adventskalender »Helfen und Gewinnen« stattfindet (siehe unten). Die Verlosungen sind am 30. November sowie am 7., 14., 21. und 28. Dezember, jeweils ab etwa 17 Uhr am Schlossplatz.

Die (neue) Vorstandschaft

Erster Vorstand: Stefan Schlagbauer
Zweiter Vorstand: Josef Obraczka
Kassier: Petra Auer
Schriftführer: Kathrin Staudinger
Beisitzer: Gabi Maltan, Sophie Stanggaßinger, Angelika Plenk und Edith Lochner

Mit Loskauf helfen

Preise bis zu 300 Euro – Am Samstag erste Ziehung am Schlossplatz

Wer in der Vorweihnachtszeit nicht nur an sich denken will, sondern auch an seine ärmeren Mitbürger, der kann ein Los des Vereins »Berchtesgaden hilft« kaufen. Nicht nur, dass es ab Samstag insgesamt fünf Mal jede Menge tolle Preise zu gewinnen gibt – mit dem Reinerlös von einem Euro pro Stück werden auch noch Menschen und Institutionen in den fünf Gemeinden unterstützt, die es dringend brauchen.

Die Unternehmen im südlichen Landkreis haben schon insgesamt rund 20.000 Lose beim Verein »Berchtesgaden hilft« gekauft. »Weiterverkauft werden dann etwa 15- bis 16.000«, erzählt Schlagbauer. Er kann sich schon entspannen: »Der Verein hat ja sein Geld für den guten Zweck bereits erhalten.« Jetzt sind die Bürger dran, die Warengutscheine zwischen zehn und 100 Euro gewinnen können. »Bei der Sonderverlosung am 28. Dezember gibt es sogar einen 300-Euro-Gutschein zu gewinnen«, kündigt Schlagbauer an.

Die Vorgehensweise: Wer ein Los haben will, kann es in den Geschäften der Aktiven Unternehmen im Talkessel kaufen, auch bei manchen Gastronomien und Banken. Dann schreibt man seine Daten darauf, behält einen Abschnitt des Loses und wirft den anderen Teil in einen der Sammelkästen, die am »Schuhladen«, Marktplatz 24, und vor dem Schuhhaus Angerer in Berchtesgaden aufgestellt sind.

Jeden Samstag bis zum 28. finden immer um 17 Uhr Ziehungen auf dem Schlossplatz statt. Die Gewinner werden sofort und auch im »Berchtesgadener Anzeiger« bekannt gegeben.

Das eingenommene Geld wird aber nicht einfach an jeden verteilt, der behauptet, es zu brauchen. »Wir unterstützen Bedürftige, die auch nachweisen müssen, dass sie bedürftig sind«, betont der Vorsitzende. Zum Beispiel mit einem Bescheid, wie dem Hartz-4-Bezug.

Außerdem fährt ein Vereinsmitglied persönlich zu dem Bürger nach Hause, um sicherzugehen, dass wirklich Not da ist. »Wir geben auch kein Bargeld aus, sondern kaufen zum Beispiel eine Waschmaschine, wenn diese benötigt wird«, erklärt Schlagbauer.

Auch Rettungsinstitutionen, wie die Bergwacht oder das BRK, bekommen, wenn nötig, Geld vom Verein. Eines ist besonders wichtig: »Das Geld bleibt im Talkessel.« Darum laute das Motto auch: »Fünf Gemeinden – Eine Hilfe.«

av/fb

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