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Berchtesgadener Bergretter den ganzen Tag gefordert – Bub (5) am Taubensee schwer verletzt

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Fotos: Bergwacht Berchtesgaden
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Foto: Bergwacht Berchtesgaden
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Schönau am Königssee – Das schöne Bergwetter macht sich bemerkbar: Die Bergwacht Berchtesgaden und das Rote Kreuz mussten am Dienstag zu insgesamt vier Einsätzen am Watzmann, am Hohen Göll und am Taubensee ausrücken.


Gegen 11.50 Uhr ging ein Notruf von der Eiskapelle am Fuß der Watzmann-Ostwand ein, wo ein 73-jähriger Mann aus Niederbayern gestürzt war und sich unter anderem eine Kopflatzwunde und eine schwere Schulterverletzung zugezogen hatte.

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Die Besatzung des Pongauer Notarzthubschraubers „Martin 1“ war bereits in der Nähe unterwegs und wurde von Bergwacht-Einsatzleiter sofort zum Unfallort geschickt. Der Pilot konnte an der Eiskapelle landen; der 73-Jährige wurde dann versorgt und zum Schneewinkel-Landeplatz geflogen, dort an eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übergeben, in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert und später zur Kreisklinik Bad Reichenhall verlegt. Acht Bergretter standen für einen möglichen bodengebundenen Einsatz in Bereitschaft.

Männer sitzen in Watzmann-Ostwand fest

Nahezu gleichzeitig zum Einsatz an der Eiskapelle war ein weiterer Notruf vom Berchtesgadener Weg in der Watzmann-Ostwand eingegangen, wo zwei 43 und 51 Jahre alte Männer aus dem Saarland an der Wasserfallplatte nicht mehr weiter kamen, da der 51-Jährige nach einem sehr langsamen, über siebenstündigen Aufstieg in der Hitze völlig erschöpft war.

„Martin 1“ ließ nach einem Tankstopp mit dem Berchtesgadener Kerosinanhänger seinen Notarzt aussteigen und flog mit einem Berchtesgadener Bergretter in die Ostwand, wobei sie die beiden Männer, die beide bereits auf den 2. Sporn abgestiegen waren, rasch finden konnten. Der Pilot landete im Schwebeflug am 2. Sporn an und ließ den Bergretter über die Kufe aussteigen; er führte die beiden Männer zum wartenden Heli, der dann mit allen zurück zum Schneewinkel-Landeplatz flog. Vier Bergretter waren im Einsatz.

Schwer verletzte Münchnerin am Hohen Göll gerettet

Gegen 16.20 Uhr mussten die Einsatzkräfte dann ins Endstal am Hohen Göll ausrücken, wo auf dem sanierten Weg zwischen Endstal und Ligeretalm eine 77-jährige Elektro-Dreirad-Fahrerin aus dem Landkreis München gestürzt war und sich schwer am Oberschenkel verletzt hatte. Die Bergwacht nahm in der Scharitzkehl einen Notfallsanitäter des Roten Kreuzes auf und versorgte die Frau medizinisch; sie wurde anschließend zur weiteren Behandlung per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Fünf Bergretter waren im Einsatz.

Kurz nach 18 Uhr musste das Rote Kreuz dann noch mit Rettungswagen, Notarzt und Hubschrauber zum Campingplatz am Taubensee bei Ramsau ausrücken, wo sich ein fünfjähriger Junge schwer an der Schulter verletzt hatte. Notarzt und Notfallsanitäter versorgten das Urlauber-Kind aus Sachsen und flogen es dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

BRK BGL