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Berglauf-Sieg in Sexten und Zweiter in Lienz

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Dolomitenmann
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3. Platz für das Red Bull Team (v.l.): Paragleiter Lukas Rifesser, Bergläufer Toni Palzer, Mountainbiker Alban Lakata und Kajaker Harald Hudetz.
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Ließ rund 1 000 Bergläufer hinter sich: Toni Palzer siegte beim Drei-Zinnen-Lauf mit zwei Minuten Vorsprung. (Fotos: privat)

Dass Skibergsteiger Toni Palzer mittlerweile auch im Berglauf zur absoluten Weltspitze gehört, bewies er zuletzt bei zwei hochklassig besetzten Wettkämpfen. Zunächst wurde der Ramsauer Berglaufzweiter beim Dolomitenmann in Lienz hinter dem Weltmeister von 2016, Joseph Gray. Und dann holte sich der 25-Jährige am letzten Samstag unter 1 000 Teilnehmern noch den Sieg beim Drei-Zinnen-Lauf.


124 Teams aus der ganzen Welt stellten sich beim legendären Dolomitenmann den gewaltigen Herausforderungen dieses Mannschaftswettkampfes. Toni Palzer startete für das Team Red Bull, zu dem außerdem Paragleiter Lukas Rifesser, Mountainbiker Alban Lakata und Kajaker Harald Hudetz gehörten. Diese vier holten sich den hervorragenden 3. Platz in der Teamwertung, zumal man während des Wettkampfes einige Probleme zu lösen hatte. So hatte der Paragleiter Schwierigkeiten mit den Leinen, der Mountainbiker musste zwei Platten hinnehmen und dem Kajakfahrer brach beim Start das Paddel. »Im großen und ganzen aber ein super Tag für unser Team«, bilanzierte Toni Palzer. Seine Mannschaft benötigte insgesamt 4.18,40 Stunden, der Sieg ging an Kolland Topsport Professional in 4.06,46 Stunden.

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Zufrieden dürfte der Ramsauer vor allem mit sich selbst sein. Denn nach zwölf Kilometern und kräftezehrenden 1 900 Höhenmetern lief er mit nur 1,20 Minute Rückstand hinter Joseph Gray auf Platz 2 ein. »Ich war super zufrieden, weil ich noch vor Philip Götsch und Davide Magnini ins Ziel kam«, sagt der Ramsauer. Götsch hat aktuell den Weltrekord über 1 000 Höhenmeter (28:40 Minuten).

Noch eins drauf setzte Toni Palzer dann am Samstag beim Drei-Zinnen-Lauf in Sexten, wo er sich unter 1 000 Teilnehmern den Sieg holte. Der 25-Jährige setzte sich zunächst bei der Dorfrunde in einer Achter-Gruppe etwas vom Feld ab. Nach rund acht Kilometern lag bei der Talschlussrunde noch eine Fünfergruppe, bestehend aus den Kenianern Robert Surum und Francis Njoroge, dem Sarner Hannes Perkmann, dem Italiener Luca Cagnati und Toni Palzer, in Führung. Bei zunehmender Steilheit der Strecke setzten sich Palzer und Perkmann vom Rest des Feldes ab. Auf dem Streckenteil bis zur Zsigmondyhütte schüttelte der Ramsauer dann auch Perkmann ab und holte einen Vorsprung von rund einer Minute auf den Südtiroler heraus. Am höchsten Punkt des Rennens, am Büllejoch, lag Palzer bereits zwei Minuten in Führung. Und er sicherte sich den Vorsprung bis ins Ziel, das er mit einer Zeit von 1:29,31 Stunde erreichte.

Toni Palzers Fazit: »Auf den ersten Kilometern sind wir sauschnell gelaufen. Aber ich habe im Flachen sehr gut mithalten können und darauf bin ich schon ein wenig stolz. Im Steilen habe ich mich dann sehr wohl gefühlt und das Rennen kontrolliert. Als ich einen Kilometer vor dem Ziel das Schild mit der Streckenangabe gesehen habe, war ich heilfroh darüber, denn ich hatte einen Krampf. Da musste ich richtig kämpfen.« Die Entscheidung zur Teilnahme am Drei-Zinnen-Lauf hatte Toni Palzer übrigens spontan getroffen. Denn eigentlich war er mit seiner Freundin nur zum Urlaub in Südtirol. Ulli Kastner