Bergwacht für verletzte und erkrankte Wanderer im Einsatz

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Foto: BRK BGL

Bayerisch Gmain/Schönau am Königssee – Neben der Heli-Rettungsaktion am Untersberg waren die heimischen Bergwachten am vergangenen Schönwetter-Wochenende bei vier weiteren Einsätzen in der Speik, im Kirchholz, am Jenner und am Stangerberg gefordert.


Fußverletzung unterhalb der Speik

Am Samstagmittag brauchte kurz nach 12 Uhr eine 45-jährige Einheimische auf dem Speik-Wanderrundweg medizinische Hilfe, da sie alleinbeteiligt am Fuß verletzt hatte. Die Reichenhaller Bergwacht konnte mit ihrem Rettungsfahrzeug bis zum Unfallort im unteren Bereich des Steigs anfahren, die Frau versorgen und dann ins Tal bringen; mit einem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes gings dann weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Gegen 16.20 Uhr brauchte dann ein nicht mehr gehfähiger Wanderer mit Beinkrämpfen an der Jenneralm die Hilfe der Berchtesgadener Bergwacht, die mit der für den Regelbetrieb wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Bahn zur Einsatzstelle fuhr, den Patienten untersuchte und dann mit der Bahn ins Tal fuhr.

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Schwere Fußverletzung im Kirchholz

Am Sonntagmittag kurz nach 12 Uhr musste zunächst eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes ins Kirchholz ausrücken, wo eine 57-jährige Frau auf einem Steilstück des dortigen Rundwanderwegs ausgerutscht und gestürzt war und sich kompliziert das Sprunggelenk gebrochen hatte. Der Notfallsanitäter des Rettungswagens versorgte die schwere Verletzung notfallmedizinisch, wobei die Besatzung dann gegen 12.30 Uhr neben der Berchtesgadener Notärztin für den Abtransport der liegenden Patienten aus dem Gelände auch die Bergwacht Bad Reichenhall nachforderte. Die Bergretter brachten die Frau in der Gebirgstrage rund 200 Meter bis zum Rettungswagen, der an der Schranke vor dem Truppenübungsplatz stand. Danach gings für die 57-Jährige weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Kollabierte Frau am Stangerberg

Gleichzeitig war die Bergwacht Berchtesgaden am Mariensteig im Bergwald des Stangerbergs oberhalb der Ramsauer Ache in der Schönau im Einsatz, wo gegen 13 Uhr eine 71-jährige Einheimische mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen war. Ersthelfer und die Bergwacht kümmerten sich um die Frau und übergaben sie dann an der Gmundbrücke an die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.

Schneeschuhgeher stürzt übers Winterwandl ab

Bereits am Freitag, den 23. April mussten die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ einen 33-jährigen Schneeschuhgeher aus dem unteren Alpeltal retten, der im Abstieg vom Hohen Göll über das Winterwandl abgestürzt war. Als kurz nach 15 Uhr der Notruf des Begleiters einging, stiegen die Bergretter zunächst mit Skiern zu Fuß mit Ausrüstung zur Unfallstelle auf, versorgten den Verletzten und forderten zum schonenden Abtransport einen Heli nach. „Christoph 14“ setzte seinen Notarzt in der Scharitzkehl ab, nahm den liegenden Patienten mit der Rettungswinde auf und flog ihn zum Zwischenlandeplatz an der Alm. Eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm den Urlauber aus Nordrhein-Westfalen dort und brachte ihn zur Kreisklinik Berchtesgaden.

BRK BGL / red