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Bergwacht Ramsau rettet Skitourengeher

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Auf der Märchenwiese konnte der Rettungshubschrauber »Christoph 14« den Skitourengeher, der sich an der Steinbergwand verstiegen hatte, aufnehmen. (Foto: BRK BGL)

Ramsau – Die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« haben am Montagnachmittag bei erheblicher Lawinengefahr einen 61-jährigen Skitourengeher unverletzt unterhalb der Steinbergwand im Hochkalter-Gebiet aus Bergnot gerettet. Der Bayerisch Gmainer wollte eigentlich auf die Hochalm, war allerdings alleine unterwegs und die Tour seit Jahrzehnten nicht mehr gegangen, weshalb er bei Nebel und schlechter Sicht versehentlich in Richtung Steinbergwand spurte und dann abfuhr. Nach geschätzten 100 Höhenmetern glaubte er, dass im Nebel mehrere Schneebretter abgegangen seien und traute sich nicht mehr weiter, woraufhin er gegen 14.15 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf absetzte.


Der Einsatzleiter der Bergwacht Ramsau rief den Mann am Handy zurück und versuchte herauszufinden, wo er sich genau befindet. Die Angaben waren aufgrund der schlechten Sicht und fehlender Koordinaten allerdings nur vage, weshalb die nachgeforderte Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« in insgesamt drei Flügen sechs Bergretter bis an die Nebeluntergrenze in rund 1 600 Metern Höhe flog.

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Die Einsatzkräfte stiegen mit Tourenskiern weiter auf und suchten nach dem 61-Jährigen, der mit einer Rucksackpfeife auf sich aufmerksam machte. Kurz nach 16 Uhr konnte die Bergwacht dann Rufkontakt herstellen und mit dem Mann bis zur Märchenwiese an der Mitterkaseralm abfahren. »Christoph 14« konnte trotz der sinkenden Nebeluntergrenze dort landen und den 61-Jährigen zusammen mit einem Bergwachtmann aufnehmen und ins Tal fliegen.

Der Rest der Mannschaft fuhr mit Skiern ab und wurde per Geländefahrzeug auf der Eckau-Forststraße abgeholt und ins Tal gebracht. Die Bergwacht war bis 17.30 Uhr im Einsatz, wobei auch die Nachbar-Bereitschaft aus Berchtesgaden ausrückte und den Hubschrauber mit ihrem Kerosinanhänger wieder auftankte. »Aufgrund der erheblichen Lawinengefahr mit schlecht einschätzbaren Windverfrachtungen war die Rettungsaktion auch für uns alles andere als ungefährlich. Wir sind froh, dass alle wieder unversehrt ins Tal zurückgehrt sind«, erklärt Bereitschaftsleiter Rudi Fendt. fb