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Bergwacht und Wasserwacht retten Amerikanerinnen vom Königssee-Ostufer

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Foto: BRK/BGL
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Schönau am Königssee – Am Samstagnachmittag gegen 15.50 Uhr mussten die Bergwacht und Wasserwacht Berchtesgaden zum Königssee-Ostufer ausrücken, wo die Insassen eines Ruderboots einen Notfall im Steilhang gemeldet hatten.

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Zwei junge Amerikanerinnen wollten über den verfallenen Steig am Ostufer von der Seelände bis nach Kessel wandern, hatten den Steig aber verloren und waren im absturzgefährlichen Gelände mehrmals gestürzt. Sie wollten dann umkehren, merkten aber, dass sie ohne Hilfe nicht mehr zurückkamen, da sich die 29-Jährige an der Schulter verletzt hatte und nicht mehr abklettern konnte.

Fünf Bergretter und drei Wasserretter suchten das Ostufer mit dem Rettungsboot ab, fanden dann das Ruderboot und konnten nur rund eine viertel Stunde nach Alarm am Ufer die leichter verletzte 25-Jährige aufnehmen, die sich an Armen und Beinen aufgeschürft hatte; sie war zum See abgeklettert, um nach Hilfe zu rufen, was die Insassen des Ruderboots gehört hatten.

Die 29-Jährige war ursprünglich weiter oben im Hang, da sie wegen ihrer verletzten Schulter nicht mehr abklettern konnte, rutschte dann aber ab offenbar ab und landete im nur zwölf Grad kalten Wasser. Sie sah das Rettungsboot und schwamm darauf zu; die Bootsbesatzung rettete die nach rund 20 Minuten im kalten Wasser bereits unterkühlte 29-Jährige aus dem See, forderten den Landrettungsdienst nach und kümmerten sich um den Wärmeerhalt. Bergwacht und Wasserwacht übergaben die Frauen dann an der Seelände an die Rettungswagen-Besatzung und Notarzt, die sie weiter versorgten. Die Geretteten wollten nicht ins Krankenhaus und wurden in ihr Hotel gebracht. Der Einsatz dauerte mit Desinfektion des Bootes bis 17 Uhr.

Bereits am Mittwochnachmittag (10. Juni) musste die BRK-Wasserwacht mit dem Rettungsboot auf die Halbinsel Hirschau ausrücken, wo sich gegen 14.30 Uhr ein zweijähriger Bub den Unterarm gebrochen hatte. Seine Eltern – Urlauber aus Oberbayern – alarmierten über die Wirtsleute die Wasserwacht. Vier ehrenamtliche Wasserretter versorgten den Jungen und transportierten ihn mit seinen Eltern per Boot zur Seelände. Dort wartete bereits eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die den Jungen dann in die Kinderklinik des Salzburger Landeskrankenhauses einlieferte.

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