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Bergweihe im Salzbergwerk Berchtesgaden

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Die Prozession geht in die Moserrösche. Hinter Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob folgt Betriebsleiter Raimund Bartl.
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Hannes Grassl trägt das kleine Zunftkreuz und führt die Prozession an zur Moserrösche. (Fotos: B. Stanggassinger)

Berchtesgaden – Traditionsgemäß fand die Bergweihe im Salzbergwerk Berchtesgaden in der Dreikönigsoktav vergangenen Freitag statt und wurde von Dr. Thomas Frauenlob gehalten.


Vor dem alten Verwaltungsgebäude, dem Mitterberghaus, nahmen Steiger, Fahrhauer und die Bergknappen in Halbparade Aufstellung. Halbparade bedeutet: weißer Bergkittel und weiße Hose, Arschleder und Schachthut ohne Federbusch. Die Angestellten marschierten ebenfalls in Halbparade mit Schiffchenmütze.

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In den Prozessionszug reihten sich der Betriebsleiter des Salzbergwerks Berchtesgaden Raimund Bartl, Pfarrer Thomas Frauenlob, Mesner Martin Resch, Christoph Aigner, sowie Ministrantinnen und Ministranten ein. Man ging über die Brücke zum Verwaltungsgebäude in die Bergkaue. Nach einem Gebet erfolgte die Einfahrt zu Fuß über den Achensteg, nach oben durch den tief verschneiten Weg zur Moser-rösche. Rauchfass, Schiffchen mit Weihrauch, Weihwasserkessel und Aspergill wurden von den Bergleuten mitgetragen.

Hannes Grassl trug das kleine Zunftkreuz an der Spitze der Prozession, anschließend die Bergknappen mit brennenden Kerzen. Nach dem durchschreiten der Moserrösche ging es in den Frauenberg, von da ab geschah die Bergweihe Untertage und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In den Schächten wurden vier Evangelien gelesen.

Auf dem etwa vier Kilometer langen Weg durch den Berg wurden nacheinander der freudenreiche, der schmerzhafte und der glorreiche Rosenkranz gebetet. Nach eineinhalb Stunden erreichte die Prozession wieder das Tageslicht. Anschließend segnete der Pfarrer im Pumpenhaus die Solepumpen, bevor die Bergweihe mit dem Te Deum endete.

Weitere Fotos gibt es online unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. Bernhard Stanggassinger