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Berlin verschärft Sicherheit an Botschaften in islamischen Ländern

Berlin (dpa) - Deutschland hat aus Angst vor gewalttätigen Protesten gegen das Schmähvideo über den Propheten Mohammed die Sicherheitsvorkehrungen an diplomatischen Vertretungen in mehreren islamischen Ländern verschärft.

Deutsche Botschaft in Kabul
Die deutsche Botschaft in Kabul. Foto: Syed Jan Sabawoon/Archiv Foto: dpa

«Wir Deutsche machen uns natürlich auch Sorgen um unsere eigenen diplomatischen Vertretungen in den betroffenen Ländern», sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Freitag im ARD-«Morgenmagazin». Sicherheitsvorkehrungen seien bereits getroffen worden.

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Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte: «Wir beobachten die Entwicklung der Sicherheitslage mit größter Aufmerksamkeit und haben unsere Sicherheitsvorkehrungen an einigen Auslandsvertretungen verschärft.» Ein Bericht von «Spiegel-Online», nach dem Botschaften in nordafrikanischen Ländern sowie in Afghanistan und Pakistan geschlossen worden seien, wurde zunächst nicht bestätigt. Nach den Freitagsgebeten wird allgemein erwartet, dass die bisherigen gewalttätigen Übergriffe zunehmen.

Westerwelle lobte die Bedeutung des Internet für die Revolution in arabischen Ländern. «Es gibt aber auch einen Fluch des Internets - nämlich, dass auch die verrücktesten und fanatisch verblendetsten Menschen ihr dümmstes Zeug ins Internet stellen können und dabei leider auch die Gefühle von vielen Menschen verletzen.» Manche Menschen in der arabischen Welt wüssten nicht, dass dies nicht repräsentativ für die Einstellung im Westen sei. «Sie glauben, dass das in irgendeiner Form regierungsamtlich gebilligt wird.»

«Spiegel-Online» berichtete zudem, auch die Bundeswehr in Afghanistan habe ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Deutsche Einrichtungen wie die Büros von Entwicklungshilfeorganisationen und von Stiftungen seien aufgefordert worden, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken.

Bei Angriffen auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi waren in der Nacht zum Mittwoch vier Amerikaner getötet worden. Im Jemen starben am Donnerstag vier Menschen bei Angriffen auf die US-Botschaft. Bei gewaltsamen Demonstrationen gegen den in den USA produzierten Film waren vor der US-Vertretung in Kairo über 220 Menschen verletzt worden.