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Bernhard Kern ist Landratskandidat der CSU

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Bernhard Kern (M.) wird für die CSU im nächsten Jahr für den Posten des Landrats kandidieren. Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses gratulierten ihm als Erste Staatsministerin Michaela Kaniber und der aktuelle Landrat Georg Grabner. (Foto: privat)

Anger – Der CSU-Kreisverband Berchtesgadener Land hat am Freitagabend im Gasthof »Klosterwirt« in Höglwörth Bernhard Kern zum Kandidaten für die im März 2020 stattfindende Wahl eines neuen Landrats bestimmt. Der Bürgermeister von Saaldorf-Surheim erhielt auf der Kreisvertreterversammlung bereits im ersten Wahlgang 52,9 Prozent der schriftlich und geheim abgegebenen Stimmen der anwesenden 138 Delegierten aus den 15 CSU-Ortsverbänden im Landkreis.


Die Delegiertenversammlung habe die Wahl zwischen drei kommunalpolitisch erfahrenen und befähigten Persönlichkeiten, stellte die CSU-Kreisvorsitzende, Staatsministerin Michaela Kaniber, die die Versammlung einberufen hatte, zufrieden fest. Der Ramsauer Kreis- und Gemeinderat Richard Graßl, Bezirksrat Georg Wetzelsperger aus Teisendorf und Bürgermeister Bernhard Kern aus Saaldorf-Surheim hätten sich schon im Vorfeld zu einer Kandidatur bereit erklärt.

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Vor der Abstimmung konnten sich die Delegierten während eines Gesprächs mit Moderator Christoph Grabner ein Bild von den einträchtig nebeneinander stehenden Kandidaten und ihren Vorstellungen machen. Dabei stellte sich auch so manche Gemeinsamkeit heraus, so neben dem langjährigen Interesse für die Kommunalpolitik und vielfältige Kontakte mit den Mitbürgern auch die Tatsache, dass alle drei in ihrer Freizeit Freude am aktiven Singen und Musizieren und an heimatlichen Traditionen haben.

Nach dem lebendigen Gespräch mit dem Moderator hatten die drei Bewerber Gelegenheit, in einem etwa 20-minütigen Vortrag darzustellen, warum sie der Richtige für den Landkreis wären. Dabei verwies der 45 Jahre alte Richard Graßl auf seine im elterlichen Handwerksbetrieb gesammelten Erfahrungen, seine Ausbildung zum Bauingenieur und sein Wirtschaftsingenieur-Studium an der Technischen Hochschule München, seinen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern und seine schon seit Jahrzehnten aufgebauten auch überregionalen politischen Kontakte. Mit der Landkreispolitik sei er durch seine schon 17 Jahre währende Arbeit im Kreistag vertraut.

Georg Wetzelsperger, Jahrgang 1963, bekundete die Notwendigkeit, Visionen klar zu benennen und »Entscheidungen von der Zukunft her zu denken«. Verstärktes Miteinander für einen starken Landkreis mit starken Kommunen sei gefragt, ebenso eine agile Verwaltung, um auf die vielfältigen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger angemessen eingehen zu können. Als langjähriger Mitarbeiter der Telekom sei er im Laufe der Zeit mit vielen Veränderungen konfrontiert worden, die es zu meistern galt und die jetzt auch die Kommunalpolitik immer stärker herausfordern.

Bernhard Kern sprach vom bevorstehenden Ausklang der erfolgreichen Ära Grabner. Die CSU habe Konzepte und Ideen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Landkreises. Familien, Vereine und intakte Gemeinschaften gehörten zum Herzstück der Politik.

Nach den Ausführungen der drei Kandidaten war noch die Gelegenheit geboten, Fragen an sie zu stellen. Danach dann rief Wahlleiter Sebastian Rasp die Delegierten aus den einzelnen Ortsverbänden zur Stimmabgabe auf. Damit die vollständig geheim ablaufen konnte, waren extra Wahlkabinen aufgestellt worden, in denen jeder sein Kreuz auf dem Stimmzettel unbeobachtet machen konnte. Gespannt wartete man dann auf das Ergebnis der Auszählung, das Wahlleiter Rasp bald verkünden konnte: 73 Delegiertenstimmen entfielen auf Bernhard Kern, 54 auf Georg Wetzelsperger und 11 auf Richard Graßl.

Als Erste gratulierten dem nun gekürten CSU-Landratskandidaten Staatsministerin Michaela Kaniber, Landrat Georg Grabner und die Mitbewerber Georg Wetzelsperger und Richard Graßl. Bernhard Kern zeigte sich gerührt ob des zum Ausdruck gekommenen großen Vertrauens der Parteifreunde. Georg Wetzelsperger und Richard Graßl dankte er für das faire Miteinander. Jetzt gelte es, miteinander für ein gutes Wahlergebnis und eine gute Zukunft des Landkreises zu arbeiten.

Der gewählte CSU-Landratskandidat Bernhard Kern erblickte 1968 in Freilassing das Licht der Welt und ist seit 15 Jahren verheirateter Familienvater, der nach eigenem Bekunden die Familie als »Herzschlag der Demokratie« sieht. Erste Kontakte zu Kommunalpolitik und Behörden hatte er schon in der Zeit seiner Ausbildung zum Bauzeichner in einem Freilassinger Ingenieurbüro. Schon während seiner Grundwehrdienstzeit bei der Bundeswehr in Füssen und Bad Reichenhall hatte er nebenbei die Ausbildung zum staatlich geprüften Bautechniker begonnen und sie sowohl in den Sparten Tief-, Straßen- und Ingenieurbau als auch im Hochbau weitergeführt. Begeistert von der Aufgabenvielfalt habe er dann in einem Planungs- und Ingenieurbüro gearbeitet und 1999 die Chance genutzt, als Gesellschafter und Geschäftsführer in ein Traunsteiner Ingenieurbüro einzusteigen, erinnert sich Kern.

Bis zu seiner Wahl zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim im Jahr 2014 habe er dort Verantwortung für 25 Mitarbeiter gehabt und mit zahlreichen öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen zusammengearbeitet. Dabei, bei der Führung eines mittelständischen Unternehmens und auch in der Leitung einer Gemeindeverwaltung für 5 600 Bürger habe er zukunftsorientiertes Denken und verantwortungsbewusstes Handeln entwickelt und würde das gerne auch in eine künftige Arbeit als Landrat einbringen, unterstrich Kern. Der Landratskandidat fügte ein ihn besonders beeindruckendes Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer an: »Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung«. fb