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Berufsschule BGL verabschiedet 122 Absolventen

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Freilassing: Berufsschule BGL verabschiedet 122 Absolventen
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Berufsschuldirektor Hermann Kunkel wünschte den bisherigen Auszubildenden Glück und Gottes Segen für ihren Lebensweg. (Fotos: Moosleitner)

Freilassing – Die Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land hat 122 junge Leute verabschiedet, deren Ausbildungszeit in Berufsschule und Betrieb nun zu Ende gegangen ist. Die aus dem Berchtesgadener Land und anderen Landkreisen stammenden Abschlussschüler können jetzt als angehende Kaufleute für Büromanagement, Einzelhändler, Kaufleute für Tourismus und Freizeit, Bankkaufleute, Steuerfachangestellte, Industriekaufleute, KFZ-Mechatroniker, Friseure, Köche und Hotelfachleute voll ins Berufsleben einsteigen.


Die Bedeutung, die der beruflichen Ausbildung zugemessen wird, kam in der Anwesenheit vieler Bürgermeister, Schulleiter, Betriebsinhaber, Führungskräfte und Ausbilder bei dieser Abschlussfeier zum Ausdruck. Moderator Studiendirektor Günther Mühlbauer sprach Grußworte aus. Landrat Georg Grabner gratulierte den bisherigen Berufsschülern im Namen des Landkreises zum erfolgreichen Abschluss. »Ich freue mich besonders, dass unter den fertigen Mechatronikern heute erstmals zwanzig mit dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik sind und damit auf die Elektromobilität gut vorbereitet sind«, unterstrich Grabner.

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Die Bildung dieses neuen Schwerpunktes in der Ausbildung an der Freilassinger Berufsschule habe man zusammen mit Ausbildungsbetrieben, Handwerkskammer und Schule erreicht. Auch bei steigender Bedeutung von »künstlicher Intelligenz« spiele der »Faktor Mensch« im Berufs- und Wirtschaftsleben weiter eine entscheidende Rolle. »Ohne unsere beruflich qualifizierten Fachkräfte könnten wir einpacken, würde nichts mehr laufen«, unterstrich der Landrat. Deshalb investiere der Landkreis BGL laufend in seine Berufsschule, um sie zukunftsfähig zu halten. Silvan Gschoßmann aus der Bankkaufleute-Klasse leitete mit einem Klaviersolo den nächsten Abschnitt der Feier ein.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Die Absolventen Ali Kaysim und Sebastian Parzinger aus den KFZ-Mechatroniker-Klassen stellten die schier unbegrenzten Möglichkeiten in den Blickpunkt, die junge Leute heute haben. Zwischendurch gaben kurze Filme Einblicke in die Aktivitäten, mit denen in der Bildungsregion Berchtesgadener Land die berufliche Bildung in den Fokus gerückt wurde.

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Die frisch ausgebildeten Kfz-Mechatronikerinnen Mirjem Gashi und Betina Singer (v.l.) gaben Einblicke in ihre Ausbildung mit dem Schwerpunkt »System- und Hochvolttechnik«.

Dazu gehörten ein »Markt der Berufe«, ein »Start–up-Ideencamp« für junge Unternehmer und ein »Junior sales contest«, bei dem 300 Schüler von fünf kaufmännischen Berufsschulen in der Berufsschule BGL zusammenkamen, um die besten Verkaufstalente zu ermitteln. Zwei Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt »System- und Hochvolt-Technik«, Mirjem Gashi aus dem Autohaus Buchwinkler Berchtesgaden, und Betina Singer aus dem Autohaus Ostenstätter Traunstein, berichteten von ihrem besonderen Ausbildungsgang und informierten darüber, dass derzeit rund dreihundert Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker aus mehreren Landkreisen an der Freilassinger Berufsschule unterrichtet werden.

Die Absolventen der Bankkaufleute-Klasse, Maria Helminger von der Sparkasse BGL und Antonia Daxberger von der Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern-Südost, berichteten aus ihrer Ausbildung und von den Veränderungen, die eine neue Ausbildungsordnung bringen werde.

Musikalische Auflockerung

Die Schülersprecherinnen Luisa Gottfried und Michelle Boutiche gratulierten ihren Mitschülern zum Abschluss. Neben Silvan Gschoßmann am Flügel sorgte Lisa Thaller aus der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement mit ihrem Gesang zwischendurch für musikalische Auflockerung. Berufsschuldirektor Hermann Kunkel sprach die Tatsache an, dass junge Leute heute zwischen 350 Ausbildungsberufen und Tausenden von Bachelor-Studiengängen wählen können. Da falle es gar nicht so leicht, den richtigen Platz in dieser Welt zu finden. Es gelte in unserer Bildungsregion die tollen Förder-, Grund-, Mittel- und Realschulen, attraktiven Gymnasien, interessanten Fachober- und Berufsfachschulen und viele andere Bildungs- und Forschungsstätten zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Dieter Moosleitner


Schreibwaren Miller