weather-image
26°
Die Watzmann Therme hat seit gestern wieder geöffnet

Besseres Bad, schönere Sauna

Begeistert von der neuen Therme (v.l.): TRBK-Chef Stefan Kurz, Pfarrer Peter Schulz, Monsignore Dr. Thomas Frauenlob und die Geschäftsführerin der Bad Reichenhaller Rupertus Therme, Gabriella Squarra.
Christoph van Bebber, der Geschäftsführer der Watzmann Therme, überreichte Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp ein Eintrittsband. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Mit einem Festakt für geladene Gäste ist am Samstag die Watzmann Therme nach siebenmonatiger Renovierung wieder eröffnet worden. Am gestrigen Sonntag konnte sich die Bevölkerung ein Bild der Therme, die seit dem Brand Mitte Mai geschlossen hatte, machen.


Den Verantwortlichen ist es ganz offensichtlich gelungen, der Watzmann Therme ein neues Gesicht zu verleihen, mit dem man die Gäste begeistern kann. Schließlich kamen mehr als die Hälfte der Besucher aus dem benachbarten Österreich, die sich in den sieben Monaten natürlich anderswo ungeschaut haben. Das neue Bad glänzt mit gelungenem Ambiente, erfrischenden Farben und gesteigertem Badekomfort, vor allem der Sauna- und Wellnessbereich haben deutlich an Attraktivität gewonnen.

Anzeige

Der 16. Mai habe sich im wahrsten Sinne des Wortes bei ihm eingebrannt, sagte Geschäftsführer Christoph van Bebber. Dennoch habe sich in den vergangenen sieben Monaten dank der hervorragenden Arbeit aller Beteiligten sehr viel Positives entwickelt, mit dem man nun gut gewappnet gegen eine starke Konkurrenz antrete.

TRBK-Chef Stefan Kurz erinnerte süffisant an 1997, als fünf »zerstrittene« Gemeinden, wie manche meinten, ein solch großes Projekt gestemmt hätten. Von 600 Besuchern am Tag sei man ausgegangen, um eine schwarze Null zu schreiben. Doch es seien sehr lange Zeit viel mehr Besucher als erwartet in die Therme gekommen. »Der 16. Mai hat mich dann so richtig schockiert«, erinnerte Kurz. Man hätte zunächst gedacht, dass man die Schäden recht schnell wieder hinbekommen würde. Doch erst als Spezialfirmen erklärten, dass das Bad bis in die letzte Ritze durch die Lüftungsanlage kontaminiert sei, wurden die ganzen Ausmaße des Brandes bekannt.

Doch es gab ja noch den Aufsichtsratsvorsitzenden Franz Rasp, der in alleiniger Verantwortung mit Architektin Eva Wimmer an der Seite perfekte Arbeit geleistet habe. »Leider werden Ihre Besucherzahlen nun wieder zurückgehen«, richtete Kurz seine Worte verschmitzt an die anwesende Geschäftsführerin der Rupertus Therme in Bad Reichenhall, Gabriella Squarra.

Franz Rasp erinnerte daran, dass der Brandschutz nach neuen Kriterien massiv verändert und ausgebaut werden musste. Gleichwohl sei das Landratsamt immer hinter allen Entscheidungen gestanden. Berchtesgadens Bürgermeister stellte aber auch klar, dass noch nicht alles bis ins letzte Detail fertig geworden sei. Der Bade- und Saunabetrieb laufe jedoch bereits in vollem Umfang. Davon konnten sich die Helfer der Brandkatastrophe überzeugen. Die Geschäftsführung hatte nämlich nach der offiziellen Einweihung die Angehörigen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, BRK und Polizei zu einem ersten Test der renovierten Therme eingeladen.

»Gemeinschaft macht stark«, erklärte Landrat Georg Grabner. Er gehe davon aus, dass nun die Thermen in Bad Reichenhall und Berchtesgaden gut laufen werden. Dennoch sieht Grabner eine große Konkurrenzsituation zu anderen Bädern. Der Landrat stellte auch deutlich heraus, dass zwei Thermen nur in touristischen Regionen erfolgreich sein könnten und davon auch die Bevölkerung profitiere.

Monsignore Dr. Thomas Frauenlob und Pfarrer Peter Schulz erteilten anschließend den kirchlichen Segen. Christian Wechslinger