weather-image

Besseres Ergebnis dank Gebührenerhöhung

Berchtesgaden - Den Rechenschaftsbericht 2012 für die Bruderhausstiftung Berchtesgaden trug Bürgermeister Franz Rasp in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. So schließt der Verwaltungshaushalt mit 1,59 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 1,16 Millionen Euro. Gerüchten, die Bruderhausstiftung würde sich in Zukunft aus dem Betrieb des Bürgerheims und des Martin-Beer-Hauses verabschieden, widersprach Rasp deutlich.

Einen Rechenschaftsbericht legte Bürgermeister Franz Rasp über das Bürgerheim und das Martin-Beer-Haus ab. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Mit der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern wurde ein Versorgungsvertrag für vollstationäre Pflege abgeschlossen. Für Heiminsassen erhält die Bruderhausstiftung Leistungen aus der Pflegeversicherung, je nach entsprechender Pflegestufe. So gibt es etwa für einen Heiminsassen, der die Pflegestufe drei in Anspruch nimmt, 88,26 Euro pro Tag. Von den derzeit 39 Heimbewohnern waren Ende 2012 19 Heimbewohner in die Pflegestufe eins eingestuft, acht in die Pflegestufe zwei und fünf Heimbewohner in die Pflegestufe drei. Die Heimgebühren entwickelten sich wegen einer Erhöhung der Heimgebühren positiv. Vergangenes Jahr betrugen die Heimgebühren 1,11 Millionen Euro, 2011 waren es noch 969 000 Euro. Zum Februar wurden die Heimgebühren nochmals um weitere 2,4 Prozent erhöht.

Anzeige

Die Personalkosten lagen 2012 bei 939 000 Euro. Gegenüber dem Haushaltsansatz ergaben sich Einsparungen von 25 000 Euro. 24 Arbeitnehmer waren bis Ende letzten Jahres beschäftigt, davon sechs in Teilzeit. In enger Abstimmung mit der Arbeitsgruppe »Bruderhausstiftung« versucht die Verwaltung, den Bereich der Hauswirtschaft im Bürgerheim zu privatisieren.

Im Altenwohnheim Martin-Beer-Haus wurden die veranschlagten Mieteinnahmen in Höhe von 180 000 Euro nicht ganz erreicht. Nachdem in den vergangenen Jahren die Mieteinnahmen sukzessive zurückgegangen waren, wurden nun die leer stehenden Wohnungen saniert und sollen im Folgenden wieder vermietet werden.

Für den Aufzugsbau im Bürgerheim, der dank einer Großspende realisiert werden kann, ging letztes Jahr eine erste Spendenrate in Höhe von 200 000 Euro ein. Sowohl der Umbau des Bürgerheims als auch die Sanierung des Martin-Beer-Hauses haben große Kosten nach sich gezogen, die auf die nächsten Jahre aufgeteilt werden. Im Herbst hat der Gemeinderat zu entscheiden, ob vorgesehene Maßnahmen für 2014 im Martin-Beer-Haus durchgeführt werden können oder doch auf die Folgejahre verschoben werden. Der Schuldenstand der Bruderhausstiftung Berchtesgaden beläuft sich Ende 2012 auf 978 000 Euro. Die Schulden sanken um rund 50 000 Euro. Kilian Pfeiffer