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Handball-Bezirksklasse IV: Übersee gewinnt Spitzenspiel gegen den TuS Traunreut mit 35:32

Beste Abwehr besiegt besten Angriff

In einem hochdramatischen Spitzenspiel besiegte der TSV Übersee in der Handball-Bezirksklasse IV den TuS Traunreut mit 35:32.

Mit diesem Traumtor trug Leonhard Ehnle zum Sieg der Überseer bei. Der Traunreuter Jonathan Reichl (rechts) kann nicht mehr eingreifen. (Foto: Wirth)

Damit haben die Überseer in der Abschlusstabelle mindestens Rang 2 und damit die Aufstiegsrelegation sicher, es könnte aber sogar noch zum Titelgewinn reichen. Es war auch ein Duell der besten Abwehr der Liga (Übersee) gegen den besten Angriff (TuS) – und dieses entschied die beste Abwehr zu ihren Gunsten.

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Eine große Feier gab es nicht, aber das Strahlen bekamen die Herren des TSV Übersee nach dem Sieg (35:32) gegen den TuS Traunreut trotzdem nicht aus ihren Gesichtern. Nach einem Thriller auf Biegen und Brechen war der Jubel in ganz Übersee groß – und die Enttäuschung beim TuS natürlich ebenso.

Der TSV zeigte vom Anfang bis zum Ende in der sehr gut besuchten Schulsporthalle in Übersee, was ihn in der ganzen Saison auszeichnete. Die Gäste aus Traunreut trafen auf eine hervorragende 6:0-Deckung, die flexibel und dynamisch war. So war es für die Gäste, schwer, zu Treffern zu kommen – doch sie hielten immer wieder den Anschluss.

»Wir waren auf alles vorbereitet, hatten einen Plan, aber es hat eben nicht alles hundertprozentig geklappt. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen«, analysierte TSV-Trainer Volker Kiehl nach dem Spiel.

Das Spiel wirkte auch nach, weil der Druck vor der Partie hoch gewesen war, die Erleichterung umso größer. »Es war nicht immer einfach, aber jetzt bin ich nur stolz auf die Mannschaft. Die Stimmung vor dem Spiel in der Kabine war konzentriert, man konnte jedem Einzelnen ansehen, wie sehr er diesen Sieg will«, sagte Volker Kiehl und zeigte sich einfach nur »zufrieden und stolz«. Auch TSV-Regisseur Maxi Leicher jedenfalls schnalzte nach der Begegnung mit der Zunge: »Das war ein richtig geiles Handballspiel.«

Von seinen vier Siebenmetern verwandelte der Gastgeber drei, der Gast von zwei Würfen einen. Übersee kassierte nur eine Zwei-Minuten-Strafe, Traunreut deren drei.

Nun müssen die Überseer (1./27.5 Punkte) – die bereits alle 16 Saisonspiele bestritten haben – abwarten, was der TuS Raubling (2./22:4) in seinen verbleibenden drei und der TuS Traunreut (3./22:6) in seinen verbleibenden zwei Spielen noch an Ergebnissen abliefern. Dabei kommt es unter anderem am 22. April zum direkten »TuS-Duell« in Raubling.

Klar ist: Der TSV Übersee wird schlechtestenfalls Zweiter. Sollte Raubling allerdings noch mindestens einen Zähler verlieren, wäre Übersee aufgrund des besseren direkten Vergleichs (20:24 und 29:19) Meister. Der TuS Traunreut müsste gegen Raubling (Hinspiel 28:32) das Rückspiel mit mehr als vier Toren Unterschied gewinnen, um bei Punktgleichheit den direkten Vergleich zu gewinnen.

Für Übersee spielten: Lukas Huber (Tor), Sebastian Seel (Tor), Paul Kohler, Andreas Reichl (2), Valentin Haßlberger (5), Christoph Höllmüller (1), Florian Höllmüller (7/3), Leonhard Ehnle (1), Maximilian Leicher (7), Philipp Schmitt (2), Julian Stadlmeyer (2), Martin Krutzenbichler, Matthias Ladner (3), Sebastian Haßlberger (2). fb