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Bestzeit beim virtuellen Rennen

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Unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger hat ihren ersten virtuell Wettkampf hinter sich. Es werden in diesem Jahr wohl noch einige mehr von diesen Rennen folgen.

Ich habe jetzt meinen ersten virtuellen Wettkampf hinter mir – und gleich mal vorweg: Es lief echt rund! Ich bin immer noch ganz hin und weg. Weil der Traunsteiner Halbmarathon ja aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt werden musste, bin ich am Wochenende eben allein auf die 21,1-km-Strecke gegangen.


Ich hab's vergangene Woche ja schon verraten: Ich wollte gern eine neue persönliche Bestzeit über diese Distanz aufstellen und deshalb habe ich mir einen flachen Kurs entlang der Salzach ausgesucht. In Sachen Wettkampf-Vorbereitung habe ich die Tage davor dann alles so gemacht, wie ich es bei einem richtigen Wettkampf eben auch gemacht hätte.

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Einer der Unterschiede dabei war: Ich musste diesmal eben meine Getränke selber mitschleppen. Doch das zusätzliche Gewicht hat mir jetzt nicht so viel ausgemacht – und ich war von Anfang an super im Rennen! Nämlich deutlich schneller als ich mir vorab überlegt hatte und meinen Schweinehund habe ich gleich mal am Start einfach stehen lassen! Mir hat sich vor allem gleich eine Frage gestellt: »Kann ich das Tempo wirklich durchhalten oder soll ich lieber etwas langsamer laufen?«

Ich hab mich dazu entschieden, einfach durchzuziehen und zu schauen, was am Ende dann rauskommt. Und das kann sich durchaus sehen lassen, finde ich: Ich bin nach 2:01,46 Stunden über meine virtuelle Ziellinie gelaufen und hab mich echt riesig gefreut! Meine Trainerin Pamela Gutsch auch: »Das ist so super.«

Und ich muss das jetzt auch mal kurz Revue passieren lassen: Vor nicht einmal zwei Jahren habe ich nicht einmal zu träumen gewagt, dass ich mal einen Halbmarathon finishen werde – und jetzt das! Ich find's echt genial, was man aus sich mit einem gezielten Training mit einem persönlichen Coach so rausholen kann! Das müssen Sie echt auch mal probieren und es muss ja nicht gleich ein Halbmarathon sein!

Ich habe mir die Tage nach dem Lauf jetzt aber mal eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Jetzt geht's weiter im Programm – mit ganz viel langen Koppeleinheiten. »Schaut irgendwie schon so nach Langdistanz-Training aus«, schreibe ich meiner Trainerin und irgendwie bin ich darauf schon ein wenig stolz, dass ich es schon so weit geschafft habe!

Der nächste virtuelle Wettkampf steht übrigens auch schon auf dem neuen Trainingsplan – und das wird dann ein Triathlon über die Mitteldistanz – geplant sind jetzt mal 2,0 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen – sein. Deswegen muss ich auch schauen, dass ich demnächst auch mal wieder ins Wasser komme, denn das war zuletzt ja gar nicht möglich.

Unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger setzt ihren Triathlon-Selbstversuch fort. Nachdem sie 2017 über die Volks-, 2018 über die Kurz- und 2019 über die Mitteldistanz gestartet ist, wird sie in diesem Jahr einen Zwischenschritt machen, um 2021 dann auf die Langdistanz zu gehen.

Stephanie Brenninger