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Betrüger treiben mit Banken-App in der Region ihr Unwesen

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Mehrere Anwohner im Dienstbereich der Kripo Traunstein wurden in den vergangenen Tager Opfer eines Computerbetrugs – ein Ainringer wurde diese Tage um 22 000 Euro betrogen.


Landkreise TS/BGL – Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Unbekannte geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und lassen ahnungslose Opfer eine neue Banken-App installieren, mit welcher die Betrüger hohe Geldsummen ergaunern können.

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Im Dienstbereich der Kriminalpolizei Traunstein wurden bereits mehrere Personen Opfer dieses Computerbetrugs, der mittels Trojaner (Schadsoftware) auf dem Handy durchgeführt wurde.

Was ist passiert?

Bei dieser Masche werden die Opfer auf ihrem Handy angerufen. Im Display wird die Telefonnummer der Volks- und Raiffeisenbank angezeigt und der Anrufer gibt sich als deren Mitarbeiter aus. Anschließend überreden die Täter das Opfer, eine Volksbank-App zu installieren, damit man weiterhin am PIN/TAN-Verfahren teilnehmen könne. Diese App ist im offiziellen "Play Store" nicht vorfügbar und wird von den Tätern auf das Handy des Opfers gesandt. Nach Installation der App haben die Täter dann vollumfänglichen Zugriff auf das Smartphone und können mit Hilfe eines Trojaners auf das mobile Banking und die mobilen Transaktionsnummern (mTAN) zugreifen.

Die Täter leiteten die Geschädigten am Telefon durch den gesamten Installationsvorgang, sprachen dabei hochdeutsch und machten einen seriösen Eindruck. Im weiteren Verlauf werden auf dem Konto Rückbuchungen durchgeführt, um einen hohen positiven virtuellen Kontostand zu generieren. Anschließend räumen die Täter das Konto leer. In einem aktuellen Fall in Ainring entstand einem 61-jährigen Mann so ein Schaden von insgesamt 22 000 Euro.

Bei dieser neuen Betrugsmasche handelt sich um ein bundesweites Phänomen, vor dem die Polizei eindringlich warnt.

Wie kann ich mich schützen?

Um ein Infektionsrisiko mit bösartigen Apps möglichst niedrig zu halten, sollten die Anwender nur Applikationen aus vertrauenswürdigen Quellen beziehungsweise den App Stores installieren. Die eingeforderten Rechte bei der Installation einer App sollten genau geprüft werden. Ferner wird empfohlen auf dem Smartphone eine Sicherheitssoftware zu installieren.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd möchte in diesem Zusammenhang auch auf die Präventionskampagne „Solange es noch was zu erben gibt“ hinweisen. Die Polizei erklärt die gängigsten Betrugsmaschen auf Postkarten und auf dem Facebook-Account www.facebook.com/polizeiOBS der Polizei Oberbayern Süd.

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