Betrunkener Bahnreisender zeigt Hitlergruß und schlägt Frau ins Gesicht

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Foto: Bundespolizei/Symbolbild

Freilassing – Die Bundespolizei hat am Freitag, 24. September, am Bahnhof Freilassing einen gewalttätigen 52-Jährigen festgenommen und nach einem mehrstündigen Aufenthalt in der Ausnüchterungszelle nach Österreich zurückgeschickt. Der Niederländer hatte einer Frau ins Gesicht geschlagen und mehrfach den Hitlergruß gezeigt.


Am Freitagmittag alarmierte ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn die Bundespolizeiinspektion Freilassing, da ein betrunkener Mann im Zug von Salzburg nach München rechtsradikale Parolen gerufen und einer Frau mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen hatte. Die 53-Jährige erlitt dabei eine sichtbare Hautrötung im Gesicht. Sie hatte den Niederländer darum gebeten, das Zeigen des Hitlergrußes und die im gesamten Zugabteil hörbaren Nazi-Parolen zu unterlassen.

Als der Zug kurz darauf am Bahnhof Freilassing einfuhr, erwarteten Beamte einer Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei den 52-jährigen Störenfried bereits am Bahnsteig. Die Bundespolizisten nahmen den Niederländer zunächst vorläufig fest und brachten ihn zur Dienststelle in der Westendstraße. Obwohl der Mann wenige Minuten zuvor gegenüber den Beamten am Bahnhof noch den ahnungslosen Unschuldigen gemimt hatte, zeigte er beim Betreten der Dienststelle den Hitlergruß, rief rechtsradikale Parolen und beschimpfte die Bundespolizisten. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab, dass der 52-Jährige circa 3,2 Promille hatte.

Die zwischenzeitlich informierte Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutprobenentnahme an, woraufhin die Beamten den Niederländer ins Krankenhaus Freilassing brachten. Dort angekommen, wehrte sich der Niederländer gegen die Blutabnahme, musste überwältigt und gefesselt werden. Anschließend brachten die Bundespolizisten den 52-Jährigen in eine Arrestzelle, wo er ein paar Stunden ausnüchtern sollte.

Die Bundespolizei Freilassing zeigte den Niederländer wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen an. Die Beamten schickten den 52-Jährigen am späten Freitagabend zurück nach Österreich, wo dieser einen festen Wohnsitz hat.

fb/red