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Betrunkener Transporter-Fahrer überschlägt sich auf A8 – Größere Suchaktion ausgelöst

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Siegsdorf: Überschlagsunfall auf A8 – Größere Suchaktion nach "unbekanntem Fahrer"
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Foto: FDL/Lamminger

Siegsdorf – Wie durch ein Wunder kam in der Nacht auf Dienstag ein betrunkener Autofahrer nach einem Überschlagsunfall auf der Autobahn 8 zwischen Siegsdorf und Neukirchen mit nur leichten Verletzungen davon. Da der Mann gegenüber der Polizei behauptete, ein anderer Fahrer sei am Steuer gesessen, wurde eine größere Suchaktion eingeleitet.


Gegen 2 Uhr morgens war der Fahrer eines Fiat Doblos auf der Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs. Zwischen Siegsdorf und Neukirchen kam er alleinbeteiligt ins Schleudern, krachte auf Höhe Voglinger Wald in die Mittelleitplanke und überschlug sich nach der Kollision mit seinem Kastenwagen. Das Fahrzeug kam auf dem Dach zum Liegen.

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Der Unfallverursacher, bei dem die Einsatzkräfte starken Alkoholgeruch bemerkten, erlitt nach Angaben der Polizei keine schwereren Verletzungen und wurde vom BRK in das Krankenhaus nach Bad Reichenhall eingeliefert.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte sagte der 29-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim, dass er nur als Beifahrer in dem Transporter mitgefahren sei. Den eigentlichen Fahrer meldete er als »vermisst«. Daraufhin wurde eine Suchaktion eingeleitet. Die Feuerwehren aus Siegsdorf und Vogling sowie mehrere Kräfte der umliegenden Polizeidienststellen suchten den Bereich um die Unfallstelle ab. Aber auch der Einsatz einer Wärmebildkamera brachte letzlich kein Ergebnis.

Fotos vom Unfallort:

Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei davon aus, dass der verletzte 29-Jährige der Fahrer des Transporters war und somit auch der Unfallverursacher ist. Vermutlich hatte er den »unbekannten Fahrer« aufgrund seiner Alkoholisierung und der Tatsache, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, ins Spiel gebracht.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen »Gefährdung des Straßenverkehrs« infolge von Alkoholeinfluss sowie wegen »Fahren ohne Fahrerlaubnis« eingeleitet. Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von rund 6000 Euro.

Nach dem Unfall waren beide Fahrtrichtungen für rund eine Stunde komplett gesperrt. Gegen 3 Uhr konnte dann zumindest eine der beiden Fahrspuren in Richtung München wieder freigegeben werden. Erst nachdem gegen 4 Uhr die Mittelleitplanke wieder aufgerichtet war, sodass sie nicht mehr auf die Fahrbahn ragte, und der Unfallwagen vom Abschleppdienst geborgen war, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehren die Autobahn reinigen und auch in Richtung Salzburg eine Fahrspur freigeben.

Im Einsatz waren die Wehren aus Siegsdorf und Vogling, das BRK mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Autobahnmeisterei Siegsdorf und mehrere Fahrzeuge der Polizei.

red/FDLnews