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Betrunkener Vater kracht mit Tochter (7) frontal in Gegenverkehr – sieben Verletzte

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Foto: dpa/Stephan Jansen

Bernau – Zu einem schweren Unfall mit vielen Verletzten kam es am Sonntagnachmittag auf der B305 zwischen Bernau und Prien, nachdem ein betrunkener Autofahrer zwischen Autobahnunterführung und dem Pendlerparkplatz in Bernau frontal in einen entgegenkommenden Kleinbus gekracht ist.


Ein 52-jähriger Priener war gegen 16.20 Uhr nach einem ausgiebigen Besuch des Festzelts in Rottau zusammen mit seiner 7-jährigen Tochter auf dem Beifahrersitz auf dem Weg in Richtung Prien.

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Zeugen gaben an, dass der Mann zeitweise in deutlichen Schlangenlinien fuhr und dabei immer wieder auf die Gegenfahrspur der B305 gelangte. Kurz vor der Autobahnunterführung Bernau kam dem Mann ein weißer VW-Bus mit einer fünfköpfigen Urlauberfamilie entgegen und es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Im Fahrzeug befanden sich neben einem Ehepaar aus Thüringen die Kinder im Alter von 12, 8 und 5 Jahren Kinder.

Im Zuge der Unfallaufnahme war die Freiwillige Feuerwehr Bernau mit 17 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen, wie auch der Rettungsdienst mit zahlreichen Kräften und vier Rettungsfahrzeugen vor Ort. Die Bundesstraße musste über mehrere Stunden immer wieder gesperrt und der Verkehr in beide Richtungen abwechselnd durchgeleitet werden. Die beiden Unfallfallfahrzeuge wurden von einem örtlichen Abschleppdienst geborgen. Der Verkehr staute sich zeitweilig bis ins Gemeindegebiet Prien und ins Ortsgebiet Bernau zurück.

Sämtliche Unfallbeteiligten wurden zur Behandlung in die RoMed Kliniken Prien und Rosenheim eingeliefert. Wie durch ein Wunder und weil alle Fahrzeuginsassen den Sicherheitsgurt angelegt hatten, wurde keine der Personen schwerer verletzt. Alle Verletzten konnten die Kliniken spätestens am frühen Abend wieder verlassen.

Weil den eingesetzten Polizeibeamten bei der Unfallaufnahme beim Fahrer des Mercedes deutlicher Alkoholgeruch aufgefallen war und Zeugen zuvor von der beobachteten Schlangenlinienfahrt berichteten, wurde ein freiwilliger Alkoholtest durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von über einem Promille Alkohol im Blut des Unfallfahrers.

Im Anschluss an die Behandlung im RoMed Klinikum Prien wurde daher noch eine Blutentnahme durch einen Arzt veranlasst. Den alkoholisierten Fahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung. Da der Beschuldigte auf absehbare Zeit wohl kein Kraftfahrzeug mehr führen darf, wurde der Führerschein noch vor Ort sichergestellt.