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Bewahrt zum Nach-Hören und Nach-Sehen

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Ausgezeichnet: Sophie Koch (links) als Octavian und Krassimira Stoyanova als Feldmarschallin Fürstin Werdenberg im Salzburger »Rosenkavalier«. (Foto: Rittershaus/Salzburger Festspiele)

Zwei Aufnahmen von den Salzburger Festspielen sind mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet worden: die CD »The Salzburg Recital« von Grigory Sokolv und die DVD mit dem »Rosenkavalier«.


Weitere Echo Klassik Preise wurden Künstlern und Ensembles zugesprochen, die regelmäßig im Sommer in Salzburg auftreten: Neben Sängerstars wie Jonas Kaufmann oder Elina Garanca finden sich in diesem Jahr auch Nachwuchskünstler wie die Geigerin Vilde Frang oder die Pianistin Sophie Pacini auf der Preisträgerliste.

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Die Salzburger Festspiele empfanden es laut einer Mitteilung »als Chance und Verpflichtung zugleich, alle Konzerte von Grigory Sokolov in Salzburg zu dokumentieren, obwohl er zum damaligen Zeitpunkt jegliche Veröffentlichung völlig ausgeschlossen« hatte. Doch Sokolovs rigoroser Haltung zum Trotz: Nach zwanzig Jahren konnte das Publikum wieder eine CD von Sokolov hören. Der Künstler hatte dafür ein Konzert von den Salzburger Festspielen 2008 gewählt. Diese Aufnahme ist nun zur »CD des Jahres« gekürt worden.

Mit der Aufzeichnung der Salzburger Rosenkavalier-Produktion im 150. Geburtsjahr von Richard Strauss bleibt den Zuschauern die selten gespielte, ungestrichene Fassung nun erhalten. Es ist die »Musik-DVD-Produktion des Jahres«. Harry Kupfer führte Regie, Dirigent war Franz Welser-Möst.

1992 haben die Salzburger Festspiele damit begonnen, in eigener Verantwortung herausragende Tondokumente zu veröffentlichen, 420 Aufnahmen sind es bisher. Die Auszeichnung sei ein »besonders schöner Erfolg für unsere Edition«; wie Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler erklärte.

Die Edition »Festspieldokumente« basiert auf Originalbändern aus dem Archiv des ORF, die nach künstlerischer Prüfung und sorgfältiger klanglicher Restaurierung von internationalen Schallplattenfirmen übernommen werden. Die älteste auf diesem Weg veröffentlichte Aufnahme ist ein Sampler mit Opern-Mitschnitten aus der Zeit zwischen 1922 und 1942. Die ältesten Opern-Gesamtaufnahmen stammen von 1947 (Richard Strauss, »Arabella«) und von 1948 (Frank Martin, »Le vin herbé«). Auch die Aufnahme des »Rosenkavalier« unter George Szell von 1949 gehört zu den ältesten »Festspieldokumenten«. In der Reihe wurden auch Produktionen dieser Oper unter Karajan (1960), Karl Böhm (1969) und Semyon Bychkov (2004) dokumentiert. Reinhard Kriechbaum

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