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Bewerbungs-Showdown für Basketball-EM mit Nowitzki-Video

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Basketball-Star Dirk Nowitzki soll die 25 Stimmberechtigten der FIBA Europe von der EM in Berlin überzeugen.Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Madrid (dpa) - Mit Dirk Nowitzki als prominenter Werbefigur will der Deutsche Basketball-Bund die Europameisterschaft nach Berlin holen und zugleich seinem Superstar den Traum von der Heim-EM erfüllen.


Am Montag entscheidet der Kontinentalverband in Madrid über die Ausrichter der Europameisterschaft 2015, der DBB hofft mit der Hauptstadt auf den Zuschlag für eine der vier Vorrundengruppen. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», sagte DBB-Präsident Ingo Weiss zuversichtlich. «Ich glaube, dass die zuständigen Boardmitglieder sagen werden: Einer der vier Orte ist das Herz Europas. Und das Herz schlägt derzeit nun mal in Berlin.»

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In einem Vorstellungsvideo wird auch Nowitzki versuchen, die 25 Stimmberechtigten der FIBA Europe zu überzeugen. Zuletzt hatte der 36-Jährige betont, dass eine erste Heim-EM für ihn «eine tolle Sache und sehr, sehr interessant» sei. Zwar steht der Superstar mit den Dallas Mavericks vor seiner 17. kräftezehrenden NBA-Saison, doch eine zweite Olympia-Teilnahme erscheint zu verlockend. «Ich habe von Anfang an gesagt: Rio 2016 ist noch ein Fernziel, das geht nur über die Europameisterschaft, da werden wir uns nach der nächsten Saison zusammensetzen», erklärte Nowitzki, der sich für den Fall eines Scheiterns der Bewerbung seine EM-Teilnahme ebenfalls offenhält.

An eine Niederlage auf sportpolitischem Parkett will beim DBB aber keiner denken - auch wenn die Konkurrenz groß ist. Aktuell kristallisiert sich heraus, dass Frankreich als einziger Anwärter für die Endrunde übrig bleibt. Neben Deutschland und den Franzosen wollen auch Kroatien, Finnland, Israel, Lettland, Polen und Türkei eine Vorrunde ins Land holen.

Das komplette Turnier hatte eigentlich in der Ukraine stattfinden sollen, der ursprüngliche Ausrichter gab die EM wegen der aktuellen politischen Geschehnisse allerdings zurück. «Nun muss man an vier verschiedenen Standorten in elf Monaten eine tolle Europameisterschaft vorbereiten, das kann nicht jede Nation», betonte Weiss. «Ich gehe fest davon aus, dass Deutschland das managen kann.»

Wo in Berlin gespielt werden würde, steht noch nicht fest. Der DBB hat sowohl die größere, aber auch teurere O2 World als auch die ältere Max-Schmeling-Halle reserviert. «Wenn wir den Zuschlag bekommen haben, werden wir schauen, welche der beiden Hallen in der Umsetzung machbarer ist», erklärte Weiss. Der Berliner Senat unterstützt die Bewerbung - und schrieb in einer Mitteilung bereits, dass 2015 «vermutlich drei bis vier deutsche NBA-Stars, u.a. Dirk Nowitzki, teilnehmen» werden. Neben dem Vorzeigestar, Talent Dennis Schröder steht auch eine Rückholaktion des eingebürgerten Chris Kaman im Raum.

Nach der holprigen sportlichen Qualifikation in diesem Sommer für das kommende Kontinentalturnier und der EM-Vergabe steht dann die nächste wichtige Weichenstellung des deutschen Basketballs an. «Das dritte Thema ist, dass wir bis Dezember die Frage des Bundestrainers geklärt haben», sagte Weiss mit Blick auf den abgelaufenen Vertrag von (Übergangs-)coach Emir Mutapcic.

FIBA-Mitteilung zu Bewerbern

Pressemitteilung Berliner Senat