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Biathlet Michael Willeitner über hartes Training und starke Konkurrenz

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Das Schießen ist die eine Hälfte beim Biathlon. Man muss aber auch ein guter Langläufer sein, um vorne mitzumischen. Michael Willeitner kann beides sehr gut. Foto: privat

Berchtesgaden – Michael Willeitner vom SK Berchtesgaden befindet sich gerade im letzten Abschnitt seiner Ausbildung in der Bundespolizei-Sportschule in Bad Endorf. Im September beendet der Biathlet dort seine Ausbildung. Der »Berchtesgadener Anzeiger« sprach mit dem hoffnungsvollen Sportler.


Herr Willeitner, wie werden Sie von der Bundespolizei unterstützt?

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Michael Willeitner: In Endorf ist die Ausbildung zum Polizeimeister extra für den Spitzensport ausgelegt. Die Bundespolizei bietet uns Sportlern alles, was wir zu einem professionellen Training benötigen. So haben wir Trainer, Trainingsstätten und -mittel, Physiotherapeuten und natürlich auch beste Bedingung für das Bestehen der Laufbahn zur Ernennung zum Polizeimeister.

Seit wann trainieren Sie wieder?

Willeitner: Wir befinden uns mittlerweile seit über zwei Monaten voll im Training. Die Trainingseinheiten im Sommer sind für uns für den Winter das Wichtigste. Biathlonchef Uwe Müßiggang betont immer wieder, dass die Form für den Winter im Sommer gelegt wird. Wer im Sommer nicht vorne ist, wird auch im Winter nichts gewinnen.

Was wird trainiert?

Willeitner: Momentan besteht unser Training aus Crossläufen, Radfahren, Krafteinheiten und Skirollern sowie Grundlagenschießen.

Was machen Sie am liebsten?

Willeitner: Meine Lieblingseinheiten sind das Crosslaufen und die Bergtouren. Da kann ich so richtig abschalten. Ich bin ja als Berchtesgadener in den Bergen aufgewachsen.

Trainieren Sie auch daheim?

Willeitner: Mir ist da bei einem Lehrgang in Berchtesgaden die Königsseeumrundung besonders in guter Erinnerung geblieben.

Gibt es ein spezifisches Training für den Winter?

Willeitner: Mit den Skirollern können wir die Winterbedingungen simulieren. Wir rollen da im Bundesleistungszentrum in der Chiemgau-Arena von Ruhpolding und auf Radwegen um Bad Endorf oder am Sudelfeld.

Warum ist die Grundlagenausdauer so wichtig?

Willeitner: Bei den derzeitigen Trainingseinheiten wird vor allem im unteren Intensitätsbereich trainiert. Dadurch wird das Grundniveau verbessert, damit die Ausdauer möglichst lange erhalten bleibt und wir eine gleichmäßige Saison laufen können.

Wie definieren sie Ihre Ziele für die nächste Saison?

Willeitner: Mein Ziel ist die Weltcupmannschaft. Aber die Konkurrenz ist bei uns sehr groß. Aber auch das Team im IBU-Cup, der zweiten Wettkampfserie, ist sehr stark. Wenn ich meine Leistung weiter steigern kann, dann sollte es einen guten Schritt nach vorne gehen. Schön wäre es, wenn sich jemand bei mir als Sponsor anbieten würde. Das würde eine zusätzliche Motivation für die nächste Saison sein. Christian Wechslinger