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Biathlon-Präsident nach Doping-Fällen: »Laden aufräumen«

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Olle Dahlin
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IBU-Chef Olle Dahlin kündigt eine harte Gangart in Sachen Doping an. Foto: Christian Manzoni/Christian Manzoni/IBU Foto: dpa

Hochfilzen (dpa) - Der neue Präsident des Biathlon-Weltverbandes IBU, Olle Dahlin, hat nach den jüngsten Dopingskandalen ein hartes Durchgreifen und mehr Transparenz im Anti-Doping-Kampf versprochen.


»Wir müssen den Laden aufräumen. Es ist wichtig, das Vertrauen der Athleten, aber nicht nur das der Athleten, zurückzugewinnen. Wir arbeiten sehr sorgfältig daran«, sagte Dahlin beim Weltcup in Hochfilzen und ergänzte: »Wir wollen transparenter sein und müssen unsere Organisation stärken.«

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Erst Ende November wurden die russischen Olympiasieger Jewgeni Ustjugow und Swetlana Slepzowa offiziell von der IBU wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln angeklagt. »Wir haben ein paar Dopingfälle auf dem Tisch. Die müssen wir angemessenen behandeln«, sagte Dahlin und meinte damit aktuell vier russische Fälle. Weitere könnten folgen, denn in Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Dopingverstöße bei der WM 2017 seit dieser Woche konkret gegen zehn Mitglieder der russischen Mannschaft.

Der russische Verband RBU verlor durch ältere Dopingfälle bereits die IBU-Vollmitgliedschaft und muss zwölf strenge Kriterien erfüllen, um wieder aufgenommen zu werden. Am Dienstag beginnen in Moskau die Gespräche für dieses Verfahren. »Wie lange es dauert, bis der Prozess abgeschlossen ist, können wir nicht sagen. Es geht darum, wie schnell die Hausaufgaben erledigt werden«, sagte Dahlin, der seit September im Amt ist. Der Schwede folgte auf den Norweger Anders Besseberg, dem Bestechlichkeit, Korruption, Vorteilsnahme und die Vertuschung von Doping-Proben vorgeworfen werden. Er bestreitet alle Anschuldigungen.

Biathlon-Weltverband IBU