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»Bilder, in denen man sich verlieren kann«

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»Herbst im Inzeller Moor« von Brigitte Rieder sticht durch seine Leuchtkraft und Tiefe hervor.

Eine umfangreiche Ausstellung mit etwa 100 Aquarellen der Malgruppe um Brigitte Rieder ist noch bis Sonntag im Kulturzentrum in Traunstein zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Kulturreferentin Ursula Lay eröffnet. In ihren Grußworten sagte sie, es sei eine der vielfältigsten Ausstellungen und man könne sich darin verlieren. Aquarellmalerei habe auch mit Gefühlen und Stimmungen zu tun, was man in den Bildern sehr gut sehen könne.


Die Traunsteiner Malerin Brigitte Rieder organisiert diese Ausstellung bereits seit zehn Jahren. Sie erteilt Unterricht in der Technik des Aquarellierens, ihr wichtigstes Anliegen ist es, die Kreativität ihrer Teilnehmer zu fördern. Auf den Gemälden von Brigitte Rieder sind vor allem Naturmotive aus der näheren Umgebung zu sehen. Besonders das Motiv »Herbst im Inzeller Moor« sticht durch seine Leuchtkraft und Tiefe hervor.

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Karin Feldner aus Traunstein ist auch schon lange in diesem Kreis, sie reist gerne in ferne Länder, vor allem in die wärmeren Regionen, was sich auch in vielen ihrer Bilder widerspiegelt. Sie liebt kräftige, warme Farben und ausgefallene Motive. In diesem Jahr war sie anscheinend auch almerisch unterwegs, wie man an ihrem Bild von Bergschuhen und Rucksack erkennen kann.

Helga Wallner, auch eine Traunsteinerin, hat sich dieses Jahr vor allem der Miniaturmalerei gewidmet. Doch auch ein großformatiger Clown ist zu sehen. Gertrud Zillner kommt aus Surberg, sie gehört auch schon seit mehreren Jahren zu diesem Kreis. Wie man an ihrem Bild »Am Sparzer Graben« sehen kann, ist sie eine Malerin, die ihre Motive in und um Traunstein findet. Mit viel Liebe zum Detail, aber auch mit Phantasie und Kreativität setzt sie diese in farbenfrohe Bilder um. Luise Buchner kommt aus Oberwössen. Ihre lichtdurchfluteten Bilder stechen durch klare Farben hervor. Dieses Jahr hat sie sich hauptsächlich für Blumenmotive entschieden, welche sie in zarten Farben und interessanten Perspektiven präsentiert. Waltraud Stumpfegger ist ebenfalls eine Traunsteinerin. Bei ihren Bildern sieht man sofort die Liebe zum Detail. Mit ihrer besonderen Malweise präsentiert sie außergewöhnliche Stillleben, Landschaften und farbenfrohe Blumenbilder.

Petra Thalbauer kommt aus Fridolfing. Sie mag kräftige Farben und starke Kontraste. Auch die etwas ausgefallenen Motive begeistern sie, was man an der Oktoberfest-Kuh sehen kann. Sie ist experimentierfreudig und malt, wie sie selbst sagt, zur Entspannung. Die Traunsteinerin Helga Mehringer mag es gegenständlich ebenso wie abstrakt. Auch sie mag die Natur und ihre Farben. Sie setzt das Gesehene beherzt in ihren Bildern um.

Dorothea Krickelberg aus Unterwössen war ebenfalls schon mehrmals an der Jahresausstellung beteiligt. Wie man an ihren Bildern gut erkennen kann, zieht es sie anscheinend immer ans Wasser. Sie hat vor allem Motive aus dem Norden dargestellt. Edda Wostry ist in Siegsdorf zuhause. Auch sie hat viele Naturmotive gewählt. Sobald es das Wetter zulässt, ist sie draußen unterwegs und sammelt ihre Eindrücke, um diese dann in ihren Bildern fest zu halten.

Monika Noichl aus Grassau ist zum ersten Mal mit von der Partie: Sie zeigt Bilder aus dem Chiemgau, der sonnige Süden darf als Ausgleich natürlich auch nicht fehlen. Evi Empl ist ebenfalls das erste Mal an der Ausstellung beteiligt, auch sie ist eine Traunsteinerin. Ihre kleinen bezaubernden Landschaftsbilder beeindrucken mit viel Liebe zum Detail.

So hat jede von den Malerinnen ihre Vorlieben und ihre eigene Art die Dinge zu sehen und auf's Papier zu bringen. Jede hat eine andere Sichtweise und einen anderen Pinselstrich. Die facettenreiche Ausstellung der heimischen Künstlerinnen ist noch bis einschließlich Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.