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Bilder, Skulpturen und Fotografien

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Die beiden Gipsporträts der Inzellerin Theresa Öttl (Mitte) sind ein echter »Hingucker« bei der »Laufener Palette«. Sie stellen ihre Großeltern Johann und Erna Schwabl dar. (Foto: Bohm)

Bei der »Laufener Palette« in der Salzachhalle sind noch bis Sonntag die Werke von insgesamt 38 Künstlern zu bewundern – erfreulich viele Bildhauerarbeiten in hoher Qualität sind ausgestellt, aber auch Malereien in verschiedenen Techniken, mal fröhlich bunt, mal mystisch dunkel. Alle Werke sind dem Motto »Fantasie und Wirklichkeit« verpflichtet.


Der neue Vorsitzende der »Laufener Palette«, Wolfram Wildner, stellte in seiner Begrüßungsrede Betrachtungen über das Thema der Ausstellung an und verglich ruhige Naturlandschaften und Entwicklungen in der Technik. »Auch die Wirklichkeit ist manchmal fantastisch«, stellte er fest.

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Das Frauenensemble »Vocal Orange« aus Freilassing/Salzburg war für die Laufener eine Entdeckung. Mit engelsgleichen Stimmen, zart und gut aufeinander abgestimmt, sangen die neun Frauen Lieder – teils auf Lettisch, stammt ihr Mitbegründer und Chorleiter Arunas Peciulis doch aus dem Baltikum.

Die insgesamt 38 Künstlerinnen und Künstler – zwei mussten absagen – bieten bei der »Laufener Palette« einen großen Überblick über die verschiedenen Schaffensmöglichkeiten im künstlerischen Bereich. Während sich einige dem Schönen und Heiteren zuwandten, stellen andere Mystisches dar. Die Formate der gezeigten Bilder sind ebenso vielfältig: Von DIN-A4-Größe bis zum Großformat ist alles dabei. Besonders erfreulich ist, dass auch viele Skulpturen zu sehen sind – diese Disziplin war vor einigen Jahren bei der »Palette« fast »ausgestorben«. Umso erstaunlicher ist die große Zahl der Figuren – Büsten und Porträts, aus Beton, Ton, Stein und Holz.

Der Fantasie sind bei den Werken keine Grenzen gesetzt – manche Künstler zeigen eine bunte, heile Welt, andere sehen diese durchaus skeptisch und regen zum Nachdenken an. Reiseziele – wie New York bei Monika Hilger oder der Neusiedler See bei Rudolf Brudl – sind genauso in der Ausstellung zu finden wie Bilder aus Afrika oder einem arabischen Land, wo verschleierte Frauen sich vor den Resten einer zerstörten Tempelanlage fotografieren lassen. Vielleicht sind auch die dunklen, klosterartigen Räume ein Ort der Fantasie, die Jane Veltmann festgehalten hat oder die Kupferrose, die Manfred Wirrer zeigt – Sinnbild der Liebe, des Wohlgeruchs, der Freude.

Es gibt viel zu entdecken in den zwei Etagen der Salzachhalle, nicht bei allen Werken erschließt sich der Hintersinn gleich. Bis Sonntag ist die »Laufener Palette« noch täglich von 14 bis 20 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Hannelore Bohm