weather-image
15°

Bilderausstellung »Zauber des Aquarells«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Rieke Kiermaier (links) und Erika Gorek vor einigen ihrer vielfältigen Gemälde. Eine Auswahl davon werden sie bei ihrer Ausstellung in Waging zeigen, die am morgigen Mittwoch beginnt. (Foto: Eder)

Die Malerinnen Erika Gorek und Rieke Kiermaier aus Fridolfing zeigen ab dem morgigen Mittwoch, 15. August, dem Mariä-Himmelfahrts-Tag, in der Tourist-Info Waging ihre Gemälde.


Die Ausstellung unter dem Motto »Zauber des Aquarells« kann bis einschließlich Sonntag, 19. August, besichtigt werden: werktags von 10 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Die beiden Künstlerinnen malen fast ausschließlich in Aquarell, Landschaften, Gebäudeansichten und Naturdarstellungen sind die hauptsächlichen Themen.

Anzeige

Erika Gorek hat, wie sie erzählt, schon als Kind gern gemalt, so richtig in großem Stil zu malen begonnen hat sie vor gut 30 Jahren. Unmittelbarer Anlass dazu war ein Geschenk: Jemand schenkte ihr einen Malkasten mit Aquarellfarben. »Was tust jetzt damit?« fragte sie sich zunächst, und sie tat dann, was naheliegend war: Sie begann zu malen, und das machte ihr so richtig Freude. »Malen wurde zu meiner Leidenschaft«, sagt sie im Rückblick. Sie hat dann eine ganze Reihe von Malkursen besucht und dabei ihre Technik verfeinert.

Von der Thematik her ist sie kaum festgelegt: »Ich male einfach, was mich gerade anspricht und in seinen Bann zieht«, beschreibt sie die Entstehung ihrer Motive. »Das kann auch ein Foto sein, das mir jemand von seiner Reise mitgebracht hat. Meine Bilder zeigen eine Vielfalt von Landschaften, Blumen, Städten, Stillleben, Porträts oder auch von unseren alljährlichen Malreisen mit Brigitte Rieder, unserer Mallehrerin. Es ist so schön, die tollen Momente und die Kleinigkeiten des Alltags in einem Bild einzufangen, zu versuchen, das Gefühlte, das Erlebte im Aquarell festzuhalten.« Inzwischen malt sie aber auch Abstraktes, lässt Farben wirken und gestaltet Stimmungen: Seelenbilder nennt sie diese neuen Arbeiten.

Schon bald hat Erika Gorek damit begonnen, ihre Bilder auch auszustellen, zunächst in Gruppenpräsentationen, dann des Öfteren zusammen mit ihrer Schwägerin Rieke Kiermaier, die sie mit ihrer Leidenschaft zum Malen »angesteckt« hat. Und so stellen die beiden auch diesmal wieder gemeinsam aus, schon zum vierten Mal in Waging.

Auch Rieke Kiermaier hat schon in der Schule gern gemalt, wie sie sich im Gespräch erinnert. Über Jahre hinweg lag ihre künstlerische Betätigung zunächst auf alten Schriften, mit denen sie beispielsweise Urkunden gestaltete. Ihr Einstieg in die Malerei waren vor allem monochrome Bilder, sozusagen Zeichnungen mit dem Pinsel, was sie zwischendurch auch heute noch macht. Nach einer »Umbruchphase« in ihrem Leben kam Farbe in ihre Bilder, sogar sehr kräftige Farben: »Ich bin da immer auf der kräftigen Seite«, meint sie. Ihre Motivwahl ist ebenfalls sehr vielfältig, aber, so betont sie: »Ich male alles, aber eben anders.« Sie hat da ihren eigenen Stil entwickelt, beispielsweise hat sie einen Zyklus geschaffen, in dem Bilder zu sehen sind von dem, »was wir von den Vorfahren geerbt haben, und dann von dem, was wir unseren Nachkommen vererben« - Umweltverschmutzung, Atom und ähnliches mehr sind da einzelne Themen.

So wird in der Waginger Ausstellung eine wahrhaft bunte Vielfalt an Themen und Motiven zu sehen sein. Letztlich aber geht es darum, wie Erika Gorek zusammenfasst: »Vielleicht kann ich durch meine Bilder manchen Besuchern Freude, Ruhe, Glück und ein schönes Empfinden vermitteln.« Hans Eder