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Polizei ermittelt gegen Schleuser und sucht Zeugen

Bis zu 10 000 Euro pro Person

Berchtesgaden – Die Bundespolizei ermittelt gegen einen unbekannten Schlepper, der gestern Freitag in der Oberau zehn Personen ausgesetzt hat. Pro Person soll die Schleusung zwischen 9 000 und 10 000 Euro gekostet haben.

Am Freitag, kurz nach 7 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden im Bereich Oberau-Zellergraben eine zehnköpfige Gruppe. Nach eigenen Angaben handelte es sich um vier Iraker und sechs Syrer. Keiner der Männer führte einen Ausweis mit. Die zehn unerlaubt Eingereisten wurden in Gewahrsam genommen und zum Bundespolizeirevier in Bad Reichenhall gebracht. Dort erklärten die Männer, dass sie mit einem weißen oder silbernen Transporter über die Grenze gebracht worden waren. Die Schleusung habe bereits in der Türkei begonnen. Unterwegs hätten sie mehrfach die Fahrzeuge gewechselt. Für alle Etappen hätte der Schlepper in der Türkei 9 000 beziehungsweise sogar 10 000 Euro je Person verlangt.

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Die Bundespolizei geht davon aus, dass eine Schleuserorganisation hinter der illegalen Beförderung der zehn irakischen und syrischen Staatsangehörigen steckt. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Geschleusten in den frühen Morgenstunden über den ehemaligen Grenzübergang »Neuhäusl« nach Deutschland gefahren. Über die B 999 könnte der Schleuser seinen Wagen dann bis zum Ortsrand von Oberau gelenkt haben, wo die Iraker und Syrer schließlich aussteigen mussten.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen werden die Geschleusten voraussichtlich der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet. Zeugen, die den Transporter – es handelt sich vermutlich um einen Mercedes – gesehen haben, werden gebeten, sich an die Bundespolizei Bad Reichenhall, Telefon 08651/762060, zu wenden. fb