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Bischofswiesen will mehr für Radler tun – Ungeduldige Autofahrer am Eisenrichter

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An manchen Projekten wie beim gefährlichen Radwegübergang Winkl sind mehrere Institutionen beteiligt, was eine Umsetzung schwierig macht. Doch auch hier zeichnet sich eine Lösung ab. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die Bischofswieser Gemeinderäte sind sich einig, dass man in der Gemeinde das Radwegenetz weiter verbessern muss. Deshalb gab es über einen entsprechenden SPD-Antrag am Dienstag auch keine große Diskussion. Ohnehin sind einige der in dem Antrag enthaltenen Forderungen bereits in der Vorbereitungsphase.


Die Bischofswieser SPD hatte beantragt, das vorhandene Radwegekonzept kartografisch zu präsentieren und auf Schwachstellen beziehungsweise Radwegelücken zu untersuchen. Die vorhandenen Lücken sollten in vertretbarer Weise durch bauliche Maßnahmen und geeignete Beschilderungen geschlossen werden.

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Angeregt wurden die Aufstellung von zeitgemäßen Radständern sowie die Errichtung von E-Ladestationen an zentralen Stellen wie Aschauerweiher, Schule oder Touristinfo. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis sollte ein einheitliches Beschilderungssystem erarbeitet werden. Außerdem will die SPD den Bürgermeister beauftragen, im Benehmen mit den Bürgermeisterkollegen und in enger Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt ein schlüssiges Radwegekonzept für den Talkessel erarbeiten zu lassen.

Hans Metzenleitner (SPD) begründete den Antrag unter anderem mit der Notwendigkeit des Klimaschutzes, der Sicherheit vor allem rund um die Schule und touristischen Erfordernissen. Auch forderte Metzenleitner in dieser Angelegenheit eine »konzertierte Aktion«, wie beispielsweise einen Radwegegipfel.

»Wir sind mit diesen Punkten teilweise schon beschäftigt, unter anderem im Rahmen des landkreisweiten Radwegekonzepts«, sagte Bürgermeister Thomas Weber. In Zusammenarbeit mit Green Solutions arbeite man derzeit auch an der Beschilderung. Der Bürgermeister schlug vor, Abteilungsleiter Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein in den Gemeinderat einzuladen, um den aktuellen Stand zu erfahren. »Wir sind bereits auf einem guten Weg«, betonte der Rathauschef und sprach auch den entsprechenden Leserbrief in der Dienstagausgabe des »Berchtesgadener Anzeigers« an. In dem war unter anderem kritisiert worden, dass der Radweg am Ortseingang abrupt endet. »Wir haben die Genehmigung für eine Fortführung nicht bekommen«, erklärte Weber. Man werde aber mit den Genehmigungsbehörden reden, um vielleicht doch noch zu einer Lösung zu kommen.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung schließlich einstimmig, entsprechende Fragen für den Gemeinderat aufzubereiten und diese in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.

Auch aus dem Gemeinderat: Ungeduldige Autofahrer am Eisenrichter nutzen Radweg als Umfahrung

Die Baustelle am Eisenrichter läuft gut. Das sagte Michael Sturm (Grüne) am Dienstag im Gemeinderat Bischofswiesen und erhielt Zustimmung von Bürgermeister Thomas Weber. Allerdings hatte Sturm festgestellt, dass einige Autofahrer die Umfahrung über den asphaltierten Radweg nach Hall-thurm nehmen, »wenn es mal ein paar Minuten länger dauert«. Dort gefährdeten sie dann die Radfahrer, zu denen auch oft Familien gehörten. Der Gemeinderat appellierte an die Verkehrsteilnehmer, auf diese illegale Umfahrung zu verzichten und sich in Geduld zu üben.

Bürgermeister Weber bestätigte, dass man kaum einmal länger als eine oder zwei Minuten warten müsse. Die Polizei habe außerdem angekündigt, dass man bei Bedarf auf dem Radweg kontrollieren werde. Man werde der Polizei einen entsprechenden Hinweis geben, versprach der Rathauschef. Ulli Kastner

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