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Blues-Session auf der Staudacher Musikbühne

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Unser Bild zeigt die »Tomi Leino Blues Band« mit Niels von der Leyen, Al Jones, Tomi Leino und Andreas Bock.

Ein sehr abwechslungsreiches Musikprogramm präsentierte die »Tomi Leino Blues Band« mit Special Guest Al Jones, der kurzfristig für den US-Harper Mitch Kashmar eingesprungen war. Gleich zu beginn kamen die Freunde des Boogie Woogie im gut besuchten Gasthof Mühlwinkl in Staudach-Egerndach voll auf ihre Kosten.


Niels von der Leyen, der auch durch das Programm führte, ließ seine Finger über die Tasten seines sehr gut klingenden E-Pianos flitzen. Mit der linken Hand hämmerte er die Bassläufe aus dem Piano und mit der rechten Hand spielte er mit einer sagenhaften Geschwindigkeit die Melodien. Aber auch bei den gefühlvollen Blues-Songs konnte er gefallen. Unterstützt wurde er dabei vom sehr feinfühligen Drummer Andres Bock, der mit Besen, Sticks, Paukenschlegel und Händen seine Becken bearbeitete. Seine verschiedensten Soloeinlagen, wie z. B. »Luftschlagzeug-Spielen«, sorgten für viel Belustigung und Beifall.

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Nach einigen Songs betrat dann der finnische Sänger und Gitarrist Tomi Leino die Bühne. Mit seinem rhythmischen und klaren Gitarrenspiel begeisterte er sofort die Freunde der Blues- Musik. Besonders mit dem Bottleneck beherrschte er das Sliden der Gitarrensaiten perfekt, aber er bewies auch, dass dies mit einem leeren Bierglas recht gut möglich ist – das Publikum flippte fast aus. Zu guter Letzt betrat dann noch Al Jones die Bühne, der schon seit 30 Jahren als Garant für deftigen Gitarren-Blues in Bayern bekannt ist. Er brachte mit seiner Power-Musik die Band, aber auch das Publikum nochmal so richtig in Stimmung, dass nach fast zwei Stunden Spielzeit (!) im ersten Set eine Pause alle Beteiligten wieder etwas zur Ruhe kommen lies.

Im zweiten Teil zeigten dann alle Künstler ihre Liebe zu dieser Musik, bei der eigentlich fast alle Lieder improvisiert wurden, wobei hier Tomi Leino auch an der Bluesharp gefallen konnte. Das Quartett bewies übrigens auch, dass man mal ohne einen Bassisten auskommen kann, wenn jeder mit seinem künstlerischen Können diesen Part mit seinem Instrument mitgestalten kann. Das gelungene Konzert endete erst gegen Mitternacht mit einem sehr interessanten Instrumentalstück, bei dem jeder der vier Musiker nochmal seine außergewöhnlichen Fähigkeiten zeigen durfte und dafür viel Beifall vom fachkundigen Publikum bekam.