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BMW-Doppelerfolg zum DTM-Auftakt - Glock scheidet aus

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Sieger
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Augusto Farfus fährt als erster über die Ziellinie. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Auftaktsieger
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Augusto Farfus hat den DTM-Auftakt auf dem Hockenheimring gewonnen. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Zweiter
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Dirk Werner macht den BMW-Doppelerfolg perfekt. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Start
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Die DTM-Rennwagen starten zum ersten Saisonrennen auf dem Hockenheimring. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Verlust
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Mattias Ekström hat die Motorhaube seines Audi verloren. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Debüt
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Timo Glock jagt mit seinem BMW vor einem Mercedes über den Hockenheimring. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Leichter Frust
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Timo Glock ist bei seinem ersten DTM-Rennen ausgeschieden. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Hockenheim (dpa) - Ins Schlingern kam Titelverteidiger BMW erst nach dem Doppelerfolg beim DTM-Auftakt in Hockenheim. Wie die starke Strategie war aber auch das geplant: Vor Freude über den Sieg rutschte der Brasilianer Augusto Farfus in seinem grünen Flitzer über den Asphalt und jubelte via Funk.


Weil zudem Dirk Werner am Sonntag von Startplatz 20 noch auf Rang zwei gerast war, kannte auch die Freude von BMW-Motorsportchef Jens Marquardt kaum Grenzen: «Wahnsinn! Von ganz vorne und ganz hinten auf Platz eins und zwei, das ist der Oberhammer», sagte er in der ARD. «Fünf BMW in den Top Ten - das ist ein super Ergebnis.»

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Etwas getrübt wurde die Bilanz des Autobauers aus München durch den Ausfall von Neuzugang Timo Glock. Der ehemalige Formel-1-Pilot verlor nach seinem zweiten Boxenstopp im Deutschen Tourenwagen Masters das rechte Hinterrad. «Das ist ein Anfängerfehler und sollte nur einmal passieren», sagte Marquardt.

Mercedes konnte Rang drei für Christian Vietoris und Platz vier für den Vorjahreszweiten Gary Paffett verbuchen. «Die Leistung einiger Autos ist auf den harten Reifen etwas unerwartet eingebrochen», analysierte Motorsportchef Toto Wolff nach seiner DTM-Premiere am Kommandostand. Vietoris aber war nach seinem besten Ergebnis glücklich: «Das Wochenende lief für mich nahezu perfekt.»

Ganz im Gegensatz zu dem von Audi. Hinter Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW) auf Rang fünf war Timo Scheider als Sechster der beste aus Ingolstadt - dabei war der zweifache Champion von der Pole Position in die 192,108 Kilometer gestartet. «Das ist für uns ein enttäuschendes Rennergebnis», urteilte der neue Audi-DTM-Chef Dieter Gass. «Wenn man die Autos durchgeht, da finden wir bei fast allen was, das nicht funktioniert hat.»

Vor dem Erlöschen der Roten Ampel war die Spannung groß, welchen Einfluss die neuen klappbaren Heckflügel und die Options-Reifen auf den Rennverlauf haben würden. Die Antwort: Einen großen. «Es war wirklich schwer, den Überblick zu behalten», sagte Vietoris über die zahlreichen Positionswechsel auf der Strecke. «Man wusste nie genau, mit wem man gerade konkurriert. Ich denke das Rennen war fantastisch», lobte auch Farfus die Neuerungen - trotz der Wirrungen.

Insbesondere die Slicks mit der weicheren Gummimischung waren für die Teams eine große Unbekannte. Trotzdem setzten zwölf der 22 Fahrer von Beginn an auf die schnelleren Pneus - und gingen das Risiko ein, durch eine frühe Safety-Car-Phase wertvolle Kilometer mit den nur begrenzt haltbaren Options-Reifen nicht ausnutzen zu können.

Nachdem der Audi von Adrien Tambay in der fünften Runde Feuer gefangen hatte und stark qualmend am Streckenrand stand, musste das Safety-Car auch tatsächlich ausrücken. Vier Runden später war das Rennen wieder freigegeben - und der mit 18 Jahren und 199 Tagen jüngste Fahrer der DTM-Geschichte, Pascal Wehrlein, war in seinem Mercedes plötzlich Spitzenreiter. Der Reifen-Poker ging aber nicht auf, am Ende stand Rang elf - und Audi verpasste die Gelegenheit zum Reifenwechseln. «Wir haben eine falsche Entscheidung getroffen. Am Ende ist es einfach Pech», meinte Scheider über die Ursache seines Rückfalls.

Hinter Wehrlein hatte sich Glock zwischenzeitlich auf Position zwei vorgeschoben. Erst warf ihn dann aber ein Ausflug ins Kiesbett, dann endgültig der Fehler beim Reifenwechsel zurück. «Wir haben eben als neues Team beim ersten Boxestopp einen Fehler gemacht», relativierte Glock das Missgeschick. «Ich war nach der ersten Runden in den Top Ten, das war kein so schlechter Start.» Aber auch ohne das Marketing-Zugpferd bot das Rennen weiter beste Unterhaltung.

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