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Boeings «Dreamliner» meistert Testflug mit neuen Batterien

Boeings «Dreamliner»
Geht alles glatt, könnten die 50 bislang ausgelieferten «Dreamliner» nach einem Umbau wieder starten. Foto: Robert Schlesinger Foto: dpa

Seattle (dpa) - Boeing macht Fortschritte bei seinem Bemühen, den
seit zwei Monaten am Boden stehenden Vorzeigejet «Dreamliner» wieder in die Luft zu bekommen. Eine Maschine mit überarbeiteten Batterien absolvierte am Montag einen ersten Flug.

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Der Jet hob dabei gegen Mittag (Ortszeit) vom Werksgelände in Everett nahe Seattle ab und war gut zwei Stunden in der Luft.

«Laut der Crew hat alles nach Plan funktioniert», erklärte ein
Firmensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Es müssten nun die gesammelten Daten ausgewertet werden. In den kommen Tagen könne dann mit dem Genehmigungsverfahren begonnen werden.

Boeing muss die veränderten Batterien von der US-Flugaufsicht FAA absegnen lassen. Dazu gibt es Tests am Boden und einen weiteren sogenannten Demonstrationsflug. Dazu wird die gleiche Maschine wie beim absolvierten Testflug benutzt - ein Jet, der für die polnische Gesellschaft LOT bestimmt ist.

Geht alles glatt, könnten die 50 bis dato an Kunden ausgelieferten «Dreamliner» wieder starten, sobald sie umgebaut sind. Der Airbus-Rivale könnte dann auch mit der zwischenzeitlich gestoppten Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Fluggesellschaften haben weitere rund 800 der besonders sparsamen Langstreckenflieger bestellt.

Die FAA hatte vor zwei Wochen grünes Licht für die Umbaupläne
gegeben, mit denen Boeing die Batterieprobleme ein für allemal
beheben will. Die einzelnen Zellen der Batterie werden dabei besser
voneinander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu
minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit bieten.

Ein Kurzschluss hatte nach den vorläufigen Ermittlungen der
US-Sicherheitsbehörde NTSB zu einem Feuer in einem am Boden stehenden
«Dreamliner» in Boston geführt. Als eine weitere Maschine kurz darauf
wegen einer schmorenden Batterie in Japan notlanden musste,
verhängten die Flugaufseher Mitte Januar ein weltweites Startverbot.