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Böser Ausrutscher

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Trainer Manfred Weber mochte gar nicht mehr zuschauen. (Foto: Wechslinger)

Einen bösen Schnitzer hat sich Tabellenführer FC Ramsau im Kampf um den Meistertitel und den Aufstieg in die A-Klasse gegen den TSV Bad Reichenhall geleistet. Denn vor 50 enttäuschten Zuschauern wurde es nichts aus der anvisierten Revanche für das unglückliche 2:2 in der Nonner Au. Die Ramsauer Spieler mussten den Gästen aus der Kurstadt einen billigen Sieg überlassen. Einer der Knackpunkte war auch ein verschossener Elfmeter kurz vor der Halbzeitpause.


Die spätere Niederlage zeichnete sich bereits in den ersten Spielminuten ab, als die Ramsauer alles vermissen ließen, was zu einem Sieg nötig ist. Dem 0:1 in der 21. Minute ging ein Abspielfehler voraus, der den Gästen einen Konter ermöglicht hat. Der Reichenhaller Außenstürmer setzte sich gegen zwei Ramsauer Abwehrspieler durch, passte zur Mitte, wo Pascal Fonteyn am chancenlosen FC-Torhüter Michael Wagner nur mehr einzuschieben brauchte.

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Kurz vor der Halbzeitpause wurde Franz Piatke gefoult und es gab Strafstoß für Ramsau. Korbinian Dieterich haute im Stil eines Abwehrspielers einen wahren Hammer aufs Reichenhaller Tor. Doch der Ball titschte von der Querlatte vor die Torlinie und statt mit 1:1 in die Kabine zu gehen, stand es weiterhin 0:1. Nach der Gardinenpredigt von Trainer Manfred Weber in der Pause zeigte sich zunächst eine andere Mannschaft als noch im ersten schwachen Durchgang. Folgerichtig glückte dem Tabellenführer bereits in der 55. Minute nach einem gelungenen Angriff der frühe Ausgleich. Marius Mackamul traf aus spitzem Winkel und so hoffte man in der Ramsau auf Besserung.

Doch die Ramsauer konnten den Schalter auch weiterhin nicht auf Sieg umlegen. Vielmehr folgten weitere Fehlpässe ohne die zum Sieg nötige Entschlossenheit. Dies nützte Bad Reichenhall durch Patrick Pasqualini Mitte der zweiten Halbzeit zum entscheidenden Treffer. Nach einem weiten Abschlag des Torhüters setzte sich der bullige Mittelstürmer durch und ließ FC-Schlussmann Michael Wagner keine Abwehrchance. In der Folge verteidigten die Gäste ihren Vorsprung mit Mann und Maus, während sich die Ramsauer nicht mehr gegen die drohende Niederlage aufbäumten. »Meiner Mannschaft fehlte die richtige Einstellung, so kann man auch gegen einen Abstiegskandidaten nicht gewinnen«, erklärte ein enttäuschter Ramsauer Trainer.

Während sich der Vorsprung des FC Ramsau auf den siegreichen SC Inzell durch die Niederlage auf einen Punkt verringert hat, beträgt die Differenz zum ebenfalls sieglosen FC Bischofswiesen II an der dritten Stelle noch drei Zähler. So sollte es in den noch ausstehenden acht Spielen (davon fünf in der Ramsau) einen heißen Kampf dieses Trios geben. Die anderen Teams sind schon weit abgeschlagen. Der TSV Bad Reichenhall II konnte sich durch den überraschenden Erfolg in der Ramsau etwas aus der Abstiegszone befreien.

FC Ramsau: Michael Wagner; Andreas Zörner, Stefan Votz, Franz Piatke, Andreas Hackl, Vinzenz Weber, Korbinian Dieterich, Maximilian Rehlegger, Marius Mackamul, Martin Zechmeister, Thomas Aschauer (45. Josef Wagner). cw